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Sie sind mit dem Zahlenwerk des Kämmerers für das Jahr 2018 zufrieden: Von links Altenstadts zweiter Bürgermeister Sepp Reich, Kämmerer Sebastian Ostenrieder und Bürgermeister Albert Hadersbeck. 

Etat 2018  einstimmig verabschiedet

Altenstadt: Solider Haushalt vorsichtig kalkuliert

8,2 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Altenstadt in diesem Jahr. Er liegt damit rund 300 000 Euro über dem des Vorjahres. Die Finanzlage sei gut, und bei Rücklagen von 2,6 Millionen Euro sehe er keinen Grund, an der Steuerschraube zu drehen, versicherte Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Altenstadt – Rückblick: Der Altenstadter Gemeinderat Bernhard Schöner hatte, wie auch schon für den Haushalt 2017, vorgeschlagen, die Gewerbesteuerhebesatz von derzeit 320 auf 350 Prozentpunkte anzuheben. Und wie schon im Vorjahr winkte Bürgermeister Albert Hadersbeck auch dieses Mal wieder ab. „Wir versuchen, mit dem vorhandenen Geld auszukommen.“ Auch zweiter Bürgermeister Sepp Reich warnte davor, an der Steuerschraube zu drehen, solange das Geld auch so reiche.

Gemeinderat Peter Filser sieht das so: „Wenn die Einnahmen steigen, bekommen wir weniger Schlüsselzuweisungen.“ Warum also solle man den Betrieben das Geld aus der Tasche ziehen? Die Wirtschaft bewege sich schließlich im Konkurrenzkampf.

Der von Kämmerer Sebastian Ostenrieder erstellte Haushaltplan für dieses Jahr ist ein Mammutwerk von 235 Seiten, das im Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben von 2,2 Millionen Euro schließt, im Verwaltungshaushalt mit 5,99 Millionen Euro. Vorausschauend, dass die Gemeinde bei Investitionen in Vorleistung gehen muss, kann der Kämmerer auf Kassenkredite in Höhe von 700 000 Euro zurückgreifen.

Was indes die Schulden der Gemeinde Altenstadt anbelangt, so sind diese im Vergleich zum Vorjahr um weitere 160 000 Euro gesunken. 1,6 Millionen Euro sind es derzeit noch. Bei 3307 Einwohnern bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 490 Euro. Vor zehn Jahren war die Gemeinde übrigens noch mit knapp drei Millionen Euro verschuldet. Den Schulden stehen derzeit Rücklagen in Höhe von 2,6 Millionen Euro gegenüber.

Die Steuereinnahmen für das Jahr 2018 hat Ostenrieder sehr vorsichtig kalkuliert. Bei der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 320 Prozentpunkten rechnet er mit 1,1 Millionen Euro. 2017 waren es am Jahresende 123 000 Euro, 2016 gar 300 000 Euro mehr. Die Grundsteuer A bringt bei einem Hebesatz von derzeit 350 Prozentpunkten 20 000 Euro, die Grundsteuer B 360 000 Euro in die Kasse des Kämmerers. Die Beteiligung bei der Einkommensteuer bringt der Gemeinde bei geschätzten Einkommensteueraufkommen von 8,1 Millionen Euro knapp zwei Millionen Euro in das Gemeindesäckl, die Schlüsselzuweisung weitere 415 000 Euro.

Den dicksten Brocken bei den Ausgaben bildet die von der Steuerkraft der Gemeinde abhängige Kreisumlage mit 1,9 Millionen Euro. Für den Grunderwerb sind 810 000 Euro Bei den Personalausgaben von 510 000 Euro ist eine Steigerung von 9,5 Prozent zu verzeichnen. Für die Sanierung der Fassaden der Grundschule und Tiefbauarbeiten am Pausenhof der Schule sind sind 193 000 Euro, für den Breitbandausbau nochmals 150 000 und für die Sanierung des Sportheimes in Schwabniederhofen 80 000 Euro vorgesehen und eingeplant.

Für den Unterhalt des kirchlichen Kindergartens muss die Gemeinde in diesem Jahr 364 000 Euro zuschießen. Die allgemeine Umlage an Zweckverbände und Verwaltungsgemeinschaft beträgt 398 000 Euro. Geschlossen hat der Gemeinderat am Dienstagabend dem Haushalt für das Jahr 2018 zugestimmt.

Walter Kindlmann

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