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Die offizielle Mannschaft des Projekts M-28 Skytruck vor dem ersten Start in Altenstadt. Den Gesichtern nach zu urteilen eine „g´mahde Wiesn“.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.
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Mit dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck wurde in Altenstadt der erste Absprung gemeistert.

Neue Möglichkeiten des Sprungdienstes

Wachablösung für die C-160 Transall

Unzählige Flüge und Hilfstransporte in Katastrophengebiete hat die C-160 Transall gemeistert, tausende Fallschirmspringer hat sie in Richtung Absetzplatz Altenstadt geflogen. Doch jetzt ist die alte Dame in die Jahre gekommen, und mit dem Nachfolgeflugzeug Airbus A400M sieht es beim Thema Fallschirmspringen noch schlecht aus. Die perfekte Lösung für einen reibungslosen Sprungdienst gibt es jetzt mit dem Flugzeug M-28 Skytruck.

Altenstadt – „Es ist ein echter Quantensprung. Heute wurde die gesamte Fallschirmsprungausbildung revolutioniert“, sprudelt es förmlich aus Oberstleutnant Christian Schoebel heraus. Der Leiter des Ausbildungs-Stützpunktes Luftlande- und Lufttransport hat vor wenigen Minuten aus dem neuen Luftfahrzeug M-28 Skytruck den ersten offiziellen Absprung gemeistert und ist von der Maschine begeistert. Genau um 11.47 Uhr Ortszeit hat er die Maschine in 400 Metern Höhe verlassen und ist wenig später auf dem Absetzplatz sicher gelandet. Weitere vier Springer folgten im selben Anflug.

Glasklar, dass der zweite Mann in der Sprungfolge Hauptmann Tobias Hub ist. Er hat das gesamte komplette Projekt die letzten Jahre begleitet, kennt das Konzept in allen Einzelheiten in- und auswendig. Auch er zeigt sich nach einer perfekten Landung von der Situation angetan und formuliert seine Freude dementsprechend erleichtert: „Nach fünfeinhalb Jahren auf steinigen Wegen haben wir unser Ziel erreicht. Es ist ein großer Tag für die Fallschirmjägertruppe.“

In die gleichen Fußstapfen der Freude über den gelungenen Einstand treten die beiden Stabsfeldwebel Christian Riesenbeck und Udo Jürgens sowie Hauptfeldwebel Dirk Engelmann. Das gemischte Quintett hat das nagelneue Flugzeug an diesem Tag quasi entjungfert.

Vor dem Sprung hat Projektleiter Hauptmann Hub eine fundierte Einweisung abgegeben und mit Erklärungen die Situation beschrieben, warum die Bundeswehr jetzt auch auf zivile Flugzeuge zurückgreift. Wie ja schon mehrfach angekündigt, wird die C-160 Transall im Jahr 2021 auslaufen. Das Nachfolgeflugzeug Aibus A400M ist noch nicht für den Fallschirmsprungdienst zugelassen. Darüber hinaus schließt der Flugplatz Penzing bei Landsberg, von dem aus die Fallschirmspringer während ihres Lehrgangs gestartet sind. Lange Busfahrten der Springer zum nächst möglichen Startplatz wären die Folge, darüber hinaus erhöhen sich die Anflugzeiten des Luftfahrzeugs.

Außerdem besteht ein großer Mangel an Lufttransportraum, da viele der Maschinen für die Auslandseinsätze zur Verfügung stehen müssen. Deshalb wurde schon 2012 eine Marktsichtung für geeignete Luftfahrzeuge für den Fallschirmsprung begonnen.

Wie Projektleiter Hub erklärt, standen bestimmte technische Anforderungen ganz oben auf seiner Liste, damit die Springer wenig umtrainiert werden müssen. So war eine der Voraussetzungen, dass zwei seitlich laufende Ankerseile im oberen Teil der Maschine angebracht und zugelassen sein müssen. In diese haken die Springer ihre Aufziehleine vor dem Sprung ein, was nach Absprung zur Schirmöffnung führt. Des Weiteren soll der Absprung über eine Rampe am Heck und nicht über seitliche Türen gehen.

Erfahrene Piloten sitzen am Steuer

Das wichtigste Kriterium jedoch ist, dass das Luftfahrzeug eine Rückholbergevorrichtung haben muss. Das heißt, dass ein Springer, der nach dem Absprung an der Maschine hängengeblieben ist, während des Fluges wieder in den Laderaum reingezogen werden kann. Somit wird ausgeschlossen, dass die Aufziehleine im Fall eines Falles abgeschnitten werden muss. Die Folgen wären dann fatal.

„Die Sicherheit der Soldaten muss oberste Priorität haben“, so Projektleiter Hub. Deshalb wurden in der Erprobungsphase Flug- und Bergetests mit Dummys durchgeführt. „Und dieses Flugzeug ist das einzige auf dem europäischen Markt, das allen Anforderungen gewachsen ist“, betont Hub. Dafür bekam es dann 2016 die Freigabe für das Absetzen von Fallschirmspringern bei der Bundeswehr.

Doch nicht nur für Springer mit „automatischen Fallschirmen“ ist die Zulassung ausgestellt worden, auch sogenannte Freifallspringer können auf Höhe gebracht werden. Wie Pilot Olaf Helbig bestätigt, kann bis auf eine Höhe von 25 000 Fuß (ca. 8300 Meter) geflogen werden. Natürlich nur unter Verwendung von Sauerstoffgeräten, die in kurzer Zeit eingebracht werden können.

Eine der Fragen der Gäste war natürlich, wie viele Flugzeuge nach Altenstadt kommen und vor allem, wie eine zivile Firma das Ganze meistert. Auch hier konnte Projektleiter Tobias Hub Rede und Antwort geben. Vorerst stehen zwei nagelneue Maschinen am Heimatstandort in Magdeburg, die 365 Tage im Jahr der Bundeswehr zur Verfügung stehen. Bei Anforderung zum Sprungdienst sind diese in gut eineinhalb Stunden in Altenstadt. Dort verbleiben sie so lange, bis der Sprungdienst abgeschlossen ist.

„Wir haben jederzeit Zugriff auf die Maschinen“, so Hub weiter. Der lange Vorlauf zu „Transall Zeiten“ ist damit hinfällig. 14 Springer ohne und zehn Springer mit Gepäck haben in der Maschine Platz. Dazu kommen noch die beiden Absetzer. Zwei Piloten werden die Maschine fliegen. So wie an diesem ersten Tag, an dem Olaf Helbig und Guido Schulz in Altenstadt die Kiste in die Luft brachten. Es sind erfahrene Piloten, die jede Menge Flugstunden haben. Helbig war über 20 Jahre Pilot bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr, kennt sich in diesem Metier perfekt aus. Für ihn also kein Problem, auf dem Heeresflugplatz in Altenstadt seine M-28 sicher zu starten und zu landen.

Wie der Leiter des Ausbildungsstützpunktes OTL Christian Schoebel nach gelungener Premiere sagt, wird die C-160 Transall mit dem heutigen Tage nicht sofort vom Himmel verschwinden. Bis September wird bei den Lehrgängen zweigleisig gefahren. Das gewohnte sonore Brummen der alten Dame wird noch einige Male zu hören sein.

Hans-Helmut Herold

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