Pfarrer Karl Klein verlässt im November Altenstadt.

Überraschung nach Sonntagsmesse

Altenstadts Pfarrer Karl Klein wechselt nach Neu-Ulm

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Die Nachricht kommt überraschend: Nach rund sieben Jahren verlässt Pfarrer Karl Klein im November die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt und wechselt nach Neu-Ulm – „schweren Herzens“ entspreche er einer Bitte von Bischof Konrad Zdarsa, sagte Klein. Die gute Nachricht: Es gibt bereits einen Nachfolger.

Altenstadt – Es war ein feierlicher Gottesdienst am Sonntag in der Basilika Altenstadt. Die Kommunionkinder durften das erste Mal den Leib Christi in Empfang nehmen, als Pfarrer Karl Klein am Ende der Messe seinen Weggang verkündete. „Es herrschte Schweigen, alle waren überrascht“, sagt Gemeindereferent Bernhard Schöner. Er, der mit Klein im September 2012 gemeinsam ins Amt gekommen war und ihn beim Aufbau der großen Pfarreiengemeinschaft mit Altenstadt, Schwabbruck, Schwabsoien, Hohenfurch, Schwabniederhofen und Sachsenried begleitet hatte, hatte selber erst am Donnerstag davon erfahren. „Auch da haben wir nur ungläubig gestaunt“, sagte Schöner.

Klein hatte 2012 im Alter von 30 Jahren das Amt von Siegfried Beyrer als Altenstadter Pfarrer übernommen und löste die Aufgabe, die neue Pfarreiengemeinschaft einzurichten, mit Bravour. Er war modern und hatte beispielsweise seine Predigten auf dem iPad mit in die Kirche genommen. Öffentliche Kritik kam nur auf, als Klein zuletzt vorgeworfen wurde, die Basilika für die jahrzehntelang dort stattfindenden Festgottesdienste der evangelischen Kirche zu sperren. Doch diese Meinungsverschiedenheit war schnell ausgeräumt.

Sebastian Schmidt wird Kleins Nachfolger.

„Ich wollte eigentlich nicht weg“, sagte Klein gestern auf SN-Anfrage. Das hatte er vor rund einem Monat auch dem Neu-Ulmer Pfarrer Markus Mattes gesagt, der wegen einer schweren Krankheit aufhören muss und Klein unbedingt als Nachfolger haben wollte. „Ich schätze ihn sehr, weil ich unter ihm meine Kaplanszeit verbracht habe, und würde immer erfreut dorthin wechseln. Aber ich habe ihm gesagt, dass ich hier sehr glücklich bin und es noch zu früh ist, aus Altenstadt wegzugehen.“ Klein blieb auch bei seiner Meinung, als Harald Heinrich, Generalvikar des Bistums Augsburg, bei ihm wegen eines Wechsels nach Neu-Ulm nachfragte. „Ich habe gebeten, bitte noch andere Pfarrer ins Auge zu fassen“, so Klein. Doch als der Generlvikar erneut anfragte, habe er sich der Bitte nicht entziehen wollen und können und zugesagt. „Das war eine schwere und emotionale Entscheidung“, so Klein.

Heinrich dankte Klein bereits jetzt für die Arbeit in Altenstadt und hatte auch noch eine gute Nachricht parat: Es gibt bereits einen Nachfolger. Sebastian Schmidt wird die Leitung in Altenstadt anvertraut. Er ist 33 Jahre alt, gebürtiger Berliner und studierte zuerst Sozialpädagogik, ehe er ein Theologiestudium anschloss. 2015 zum Diakon und 2016 zum Priester geweiht, arbeitet Schmidt seit 2016 als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Buchloe.

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