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Auch dem Pfarrer ging das Herz auf: Karl Klein freute sich über das gehörte Stück „Loben & Preisen“, das ganz erfrischend auch noch im bayerischen Dialekt gesungen wurde.

Besonderer Gottesdienst in der Basilika

„Songs in the night“ einfach nur wunderbar

Angekündigt war ein besonderer Gottesdienst. Was den Besuchern bei „Songs in the night“ in der Basilika in Altenstadt geboten wurde, war einfach nur großartig. Man betete zusammen, sang und klatschte den Rhythmus mit. Es war ein wunderbarer Gottesdienst, eingehüllt in viele bunte Farben.

Altenstadt Die schlichten Innenmauern der romanischen Basilika St. Michael in Altenstadt waren in grünen, blauen, gelben und magenta Farben beleuchtet. Nur in so einer unverzierten Kirche hat das den gewünschten Effekt. Im Altarraum standen ein großes Schlagzeug, ein Keyboard, mehrere Gitarren, Notenständer. Die Kirche war zum Bersten gefüllt, in den Seitenschiffen standen die Menschen oder saßen sogar auf dem Fußboden. Angeregtes Geplauder, erwartungsvolle Stimmung – bevor es dann losging mit dem besonderen Gottesdienst am Samstagabend.

Der Reichlinger Chor „Young People Band“ hatte nach dem Erfolg im vergangenen Jahr auch heuer wieder zu einer besonderen Gestaltung der Messfeier eingeladen. „Songs in the night – Grateful to the Lord“ hieß ihr Programm, und das war richtig gut. „Wir wollen vorher ein wenig einüben – ist alles ganz leicht“, machte Chorleiter Jochen Geisenberger den Leuten Mut und stimmte jedes einzelne Stück von Komponist Arno Backhaus zusammen mit Chor und Publikum an. Gerade das gemeinsame Singen möchte der 21 köpfige Reichlinger Chor anregen. Auf der Homepage kann man lesen, dass er in der Musik immer wieder neue Herausforderungen sucht, dass die Mitglieder ihre musikalischen Grenzen erweitern und vor allem Spaß vermitteln wollen.

Und das gelang, das Mitsingen machte den Gottesdienstbesuchern unglaublichen Spaß. „Es ist schön, Gott zu danken, vor dem eigentlichen Erntedankfest“, sagte Pfarrer Karl Klein und freute sich über das gehörte Stück „Loben & Preisen“, das ganz erfrischend auch noch im bayerischen Dialekt gesungen wurde. Neun Strophen, eine schöner als die andere, zum Nachdenken, zum Schmunzeln. Der Refrain wurde zugleich kräftig mitgesungen: „He liaba God i mecht di heid amoi a bissl lobn, i mecht di preisen, mecht danksche song zu dir“.

Und immer weiter ging es mit ins Ohr gehenden Liedern, jodeln durfte man bei „Hodi, hodi, hodi, hodi-he“. Und sehr eindringlich wurde der Glaube bezeugt bei „Daran glauben wir!“. Die sechs Strophen gingen unter die Haut. „Dass jeder Morgen ein Angebot ist, dass jeder Tag uns beschenkt, und dass die Liebe, die ewig ist, auch unsere Schritte lenkt – daran glauben wir!“

Zwei in englischer Sprache gesungene Stücke waren noch dabei „Sing and pray“ und „Jesus Christ“, fast gospelartiger Gesang. Man betete zusammen, sang, klatschte den Rhythmus mit. Es war ein wunderbarer Gottesdienst, eingehüllt in viele bunte Farben, erfrischende Klänge und einer Mischung aus fröhlicher Stimmung und ruhiger Andacht.

Regina Wahl-Geiger

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