+
Vereidigung: Sie sprachen die Eidesformel für die 232 Soldaten und Soldatinnen der 2. Kompanie des Ausbildungsbataillons 3. 

Bundeswehr-Ausbildungsbataillon Altenstadt

Richtschnur für 232 Soldaten

„Sie sind bereit, sich für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen, für Recht und Freiheit des deutschen Volkes einzutreten, und das bis zur letzten Konsequenz, dem Einsatz von Gesundheit und Leben.“ Das sagte Oberstleutnant Roland Pietzsch bei der Vereidigung von 232 Feldwebel- und Unteroffiziersanwärtern des Ausbildungsbataillons 3 inAltenstadt.

Altenstadt/Buching – Die Ehrenformation mit der Fahnenabordnung, das Gebirgs- Musikkorps aus Garmisch-Partenkirchen und Fahnenabordnungen aus der Region sowie Offiziere vorgesetzter und befreundeter Dienststellen, die Bürgermeister aus Halblech, Altenstadt, Rottenbuch und Ingenried, Prinz Max Emanuel von Thurn und Taxis sowie die Eltern, Geschwister und Freundinnen der Soldaten: Sie alle bildeten den Rahmen für die Gelöbnisfeier der 232 Soldaten auf dem Festplatz in Buching.

Am 2. April haben die jungen Soldaten ihren Dienst in Altenstadt angetreten. „Gleich zu Beginn leisten Sie ihren Diensteid, dessen weitreichende Bedeutung man schon im Wortlaut erkennt“, sagte mit Oberstleutnant Roland Pietzsch der Kommandeur des Ausbildungsbataillons 3 in Altenstadt. Der Diensteid sei die Richtschnur und habe nicht nur deklamatorische Bedeutung.

Pietzsch erläuterte das Prinzip „Führen durch Beispiel“: „Sie müssen Vorbild sein, an dem sich die Ihnen anvertrauten Geführten ausrichten können und dem Ihre Vorgesetzten vertrauen können.“ Selbstführung, Charakterprägung und persönliche Weiterentwicklung gehören in erster Linie zu den Aufgaben eines Vorgesetzten.

Der Kommandeur appellierte an die Soldaten: „Bleiben Sie aufrecht und wahrhaftig, treten Sie für Ihre Überzeugungen ein.“ Ein militärischer Führer müsse Ecken und Kanten haben. „An einem ausgelutschten Kiesel kann sich keiner festhalten.“

Der Kommandeur sprach den Soldaten Respekt und Anerkennung aus für deren mutige Entscheidung und wünschte auf dem militärischen Weg Gottes Segen, viel Erfolg und das notwendige Quäntchen Soldatenglück.

Einen Einblick in das Soldatenleben gab anschließend Jäger Petro Miguel Schindler: „Das ist heute ein Tag der Freude, des Mutes und der Überzeugung, sich für die Werte unserer Demokratie einzusetzen, sie zu schützen und zu verteidigen.“ Der Eintritt in eine Gemeinschaft mache Sinn, vermittle Geborgenheit und Kameradschaft.

Buchings Bürgermeister Johann Gschwill sagte, die Bundeswehr bekomme die Anerkennung, die sie als Rückhalt für den Dienst in der Truppe notwendig brauche. „Sie genießt hohes Ansehen in der Bundesrepublik.“

Dem Vereidigungsappell in Buching vorausgegangen ist der ökumenische Gottesdienst in der Bayerniederhofener Pfarrkirche St. Michael. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte dort Pfarrer Stefan Bauhofer Schwellenängste und den Übergang vom Alten ins Neue mit allem, was dazu gehört. Das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen spielte Märsche, die Bayern- und Nationalhymne sowie zur Vereidigung den Choral „Bayerisches Militärgebet“.

Walter Kindlmann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wo „Wesselmänner“ in Peiting noch stehen dürfen
Nachdem der Peitinger Marktgemeinderat kürzlich eine Sondernutzungssatzung erlassen hatte, um die Zahl der Wahlplakate im Gemeindegebiet zu beschränken, ging es in der …
Wo „Wesselmänner“ in Peiting noch stehen dürfen
Rottenbuch startet Verkehrskontrollen
Rottenbuch startet seine kommunale Verkehrsüberwachung. Im Mai beginnen die Blitzer an der B 23. Ab Juni geht es Parksündern an den Kragen.
Rottenbuch startet Verkehrskontrollen
Auf dem Auerberg: St. Georg vor dem Einsturz bewahrt
Die Vorfreude auf den großen Tag auf dem Auerberg wächst: Am Sonntag, 28. April, wird die Kirche St. Georg offiziell wiedereingeweiht. Die teure Sanierung war ein …
Auf dem Auerberg: St. Georg vor dem Einsturz bewahrt
Abschied vom 500-Euro-Schein - und nur wenige stört es
Der 500-Euro-Schein wird aus dem Rennen genommen. Im Landkreis trauert die Geschäftswelt dem größten Euro-Schein kaum nach. Mit ihm wird nur sehr selten gezahlt.
Abschied vom 500-Euro-Schein - und nur wenige stört es

Kommentare