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Neues Flugzeug und eine Windtunnelanlage für den Standort Altenstadt

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Oberstleutnant Christian Schoebel gab Einblicke in die Aktivitäten und Entwicklungen im Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport. © Kindlmann

Oberstleutnant Christian Schoebel hat die Jahresversammlung des Altenstadter Soldaten- und Veteranenvereins dazu genutzt, Einblicke in Aktivitäten und Entwicklungen des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport zu geben. Außerdem hat er darüber informiert, wie die militärische Zukunft in Altenstadt aussehen wird.

Altenstadt – Den von ihm, Oberstleutnant Christian Schoebel, im vorigen Jahr noch geäußerten vorsichtigen Optimismus, könne er diesmal ausdrücklich bekräftigen. Der Stützpunktleiter sagte, es gehe mit großen Schritten voran. Was aber auch das Ergebnis „eines ziemlich arbeitsreichen Jahres gewesen ist“.

Anfang des Jahres hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen dem Standort Altenstadt einen Besuch abgestattet. Es sei gut, dass Altenstadt in der Wahrnehmung der politischen Leitung der Streitkräfte angekommen sei, sagte Schoebel. Mit gutem Effekt für die vorgesehenen Großprojekte: Die hätten durch diesen Besuch zusätzlichen Aufwind bekommen.

Eines der Großprojekte ist die Einführung des zivilen Luftfahrzeuges vom Typ M-28 Skytruck, mit dem statt bisher fünf, nunmehr in der gleichen Zeit sechs oder sieben Sprünge je Lehrgangsteilnehmer möglich sind. Zeitweise sind vier oder fünf Luftfahrzeuge zeitgleich am Himmel über Altenstadt und den angrenzenden Gemeinden Hohenfurch und Schwabsoien.

Die Folge davon ist, dass der Umfang von Geräusch- und Abgasemissionen zugenommen hat. „Das stößt nicht bei allen Anrainern des Flugplatzes auf Zustimmung,“ sagte Schoebel. Deswegen bitte er alle Betroffenen um Verständnis, dass sich im Umfeld eines Flugplatzes ab und zu Luftfahrzeuge bewegen.

Bei dem anderen Großprojekt handelt es sich um eine vertikale Windtunnelanlage, mit der ohne Gefahr das Verhalten im freien Fall simuliert und vorbereitet werden kann, bevor der Lehrgangsteilnehmer den Sprung aus 4000 Metern Höhe wagt. Dieses Projekt wird um die 15 Millionen Euro kosten. Der Stützpunktleiter geht von einem Baubeginn im Jahr 2021 aus. „Für ein Bauvorhaben der Bundeswehr geradezu rasant.“

Das Jahr 2018 werde kein Jahr des Zurücklehnens oder des Ausruhens werden. Es gelte, die Infrastruktur vor allem am Flugplatz weiter auszubauen und zu optimieren. Dafür und auch für die Modernisierung der Unterkünfte sind in den nächsten Jahren 20 Millionen Euro vorgesehen.

Major Felix Weller indes informierte in seinem Rück- und Ausblick über das Feldwebel- und Unteroffiziersanwärter-Bataillon 3, das seit zwei Jahren in Altenstadt stationiert ist. Dessen Jahr 2017 sei geprägt gewesen vom Umzug einer in Füssen stationierten Kompanie nach Altenstadt. Die Lehrgangskapazität des Bataillons liege derzeit noch bei 480 Lehrgangsteilnehmern. Je Kompanie 240.

Aufgrund des großen Bedarfs an Ausbildern – die Bundeswehr soll in den nächsten Jahren um 30 000 Berufs- und Zeitsoldaten vergrößert werden – soll die Ausbildungskapazität um 20 Prozent erhöht werden. Das Bataillon fühle sich in seiner militärischen Heimat Altenstadt wohl, versicherte Weller und fügte an: „Man spürt den Rückhalt in der Gemeinde.“

Übrigens: Die nächste öffentliche Vereidigung ist im Mai oder Juni 2018 in Ingenried vorgesehen.

Walter Kindlmann

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