Sicherheit geht vor: Auch beim Tag der Fallschirmjäger im September 2020 waren Masken Pflicht.
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Sicherheit geht vor: Auch beim Tag der Fallschirmjäger im September 2020 waren Masken Pflicht.

Strenge Hygiene-Vorschriften

Corona hält die Bundeswehr in Altenstadt nicht auf

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Corona hin Corona her: Die Bundeswehr muss auch in Pandemiezeiten einsatzbereit bleiben. Der Ausbildungsstützpunkt der Streitkräfte in Altenstadt bildet da keine Ausnahme. Der Lehrgangsbetrieb wird aufrechterhalten – aber natürlich unter verschärften Hygienebedingungen.

Altenstadt – Vereinzelt war zuletzt in und um Altenstadt ein leichtes Murren aus der Bevölkerung zu vernehmen. Der Grund: Auf dem Ausbildungsstützpunkt werden nach wie vor Frauen und Männer zu Lehrgängen begrüßt. Bei einigen Bürgern stellte sich da die Frage, ob man nicht eine Pause einlegen könnte, bis die Corona-Pandemie eingedämmt ist?

Nationale Interessen und internationale Verpflichtungen

Von der Bundeswehr gibt es dazu eine klare Aussage: „Die Ausbildungen an unserem Stützpunkt haben Einsatz- und Laufbahnrelevanz für die Soldatinnen und Soldaten“, macht Presseoffizier Tim Reinhold auf Anfrage klar. Ein Aussetzen der Ausbildung hätte zur Folge, „dass die Streitkräfte eine Fähigkeitslücke in Kauf nehmen müssten“. Und dazu ist die Bundeswehr offensichtlich nicht bereit: Um weiterhin den nationalen Interessen und internationalen Verpflichtungen gerecht zu werden, sei es unerlässlich, „die Lehrgänge weiterhin erfolgreich, aufgelockert und unter Zuhilfenahme genehmigter Hygienekonzepte fortzusetzen“, so Reinhold.

Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten steht an erster Stelle

Die Verantwortlichen in Altenstadt gehen dem Offizier zufolge dabei kein Risiko ein: „Die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten steht an erster Stelle“, betont er. Man setze alles daran, dass es zu keinem Corona-Ausbruch in der Kaserne komme „und wir Soldaten den Virus nicht zusätzlich in den Landkreis bringen beziehungsweise in der Bevölkerung verbreiten“.

Schichtbetrieb im Ausbildungsstützpunkt

Dazu wurden eine Reihe Vorkehrungen getroffen. Laut Reinhold wird die Teilnehmerzahl der Lehrgänge reduziert, die Inhalte in ihrer Dauer angepasst. In den Unterkünften sind weniger Soldaten, der Ausbildungsstützpunkt befindet sich mehrheitlich in einer Schichtregelung. Im Dienstbetrieb wurden nach Angaben des Offiziers strenge Hygienemaßnahmen eingeführt, sie werden konsequent umgesetzt.

Prozedere genauso wie im zivilen Bereich

Vorbeugende Corona-Tests aller Soldaten gibt es in der Kaserne aber nicht: Eine Testung erfolgt nach Auskunft Reinholds erst nach Auftreten von Covid-19-typischen Symptomen „oder wenn ein begründeter Verdachtsfall vorliegt“. Das Prozedere ist nach Auskunft des Presseoffiziers dann genauso wie im zivilen Bereich.

Infektionsgeschehen unter dem des Landkreises

Bislang ist die Kaserne vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Nach Auskunft des Presseoffiziers gab es nur vereinzelt positiv getestete Soldaten. Und die hatten sich außerhalb des Stützpunktes infiziert. „Die Krankheitsverläufe waren harmlos und es kam zu keinen weiteren Ansteckungen“, berichtet Reinhold. Sein Resümee: „Betrachtet man den bisherigen Zeitraum der Pandemie, so lag das Infektionsgeschehen in der Kaserne unter dem des Landkreises.“

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