Altenstadts neuer Bürgermeister Andreas Kögl mit seinem Fendt GT 275 Geräteträger
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Schafft für ihn Ausgleich: Altenstadts neuer Bürgermeister Andreas Kögl mit seinem Fendt GT 275 Geräteträger (Baujahr 1978), den er für die Holzarbeit in seinem 1,4 Hektar großen Wald benötigt.

Interview

Altenstadts Rathauschef Andreas Kögl nach 100 Tagen im Amt: „Der schönste Beruf der Welt“

100 Tage ist Altenstadts neuer Bürgermeister Andreas Kögl mittlerweile im Amt. Im Interview blickt er auf die ersten Monate an seiner neuen Wirkungsstätte zurück.

Altenstadt – Herr Kögl, ziehen Sie ein kurzes Fazit über die ersten 100 Tage im Amt.

Die neue Aufgabe als Bürgermeister stellt einen vor Herausforderungen, die sehr vielfältig sind und sehr viel Zeit beanspruchen. Ein erfahrener Bürgermeister hat einmal gesagt, das sei der schönste Beruf der Welt. Ich denke, er hat Recht.“

Was ist anders als vorher bei der Raiffeisenbank?

Ich fange etwa zur gleichen Zeit zu arbeiten an, allerdings ist mein Weg ins Rathaus deutlich kürzer geworden. Seit ich jetzt oft mit dem Rad zur Arbeit fahre, hat sich mein ökologischer Fußabdruck deutlich verbessert. Vorher war ich Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit, jetzt vertrete ich die Gemeinde in der Öffentlichkeit.

Wie ist das Verhältnis in der Zusammenarbeit mit dem Personal der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft?

Die ist sehr gut. Ich bin ja der, der vieles, wenn nicht sogar alles erst lernen muss. Die anderen kennen sich schon aus. Ich hoffe, sie verzeihen mir auch meine Fehler, die man unweigerlich in einem komplett neuen Aufgabengebiet macht. Ein ordentlicher Einstand von mir fehlt noch. Aber dazu werden wir sicher noch eine Gelegenheit finden.

Wie schauen ihre Aufgaben als VG-Vize aus?

So lange Guntram Vogelsgesang regelmäßig im Altenstadter Rathaus anzutreffen ist, sind meine Aufgaben durchaus überschaubar. Wichtige Dinge sprechen wir miteinander ab.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft?

Da wir drei neue sind (Anm. der Redaktion: Georg Saur, Ingenried, Manfred Schmid, Schwabsoien und Andreas Kögl, Altenstadt), ergeben sich zwangsläufig einige Themen, auf die vor allem die Neuen viele Fragen und die Altgedienten gute Antworten haben Das ist eine wertvolle Kombination. Wir haben einen regelmäßigen Besprechungstermin mit den Bürgermeistern und der Geschäftsleitung festgelegt. Das hat sich gut bewährt.

Wie ist das Verhältnis des neuen Bürgermeisters zu den örtlichen Vereinen?

Bei den Vereinen war es durch Corona bisher sehr ruhig. So langsam geht das Vereinsleben wieder los. Es freut mich sehr, dass sich wieder ein Stück Normalität eingependelt hat und man merkt, dass sich die Leute danach sehnen, wieder gesellschaftlichen Kontakt zu haben. Da ich selbst seit vielen Jahrzehnten im örtlichen Vereinsleben aktiv bin, ist der Kontakt zu den Vereinen nichts Neues. Ich bin seit 20 Jahren erster Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Vereine finden bei mir immer ein offenes Ohr, tragen sie doch maßgeblich zum Leben im Ort bei.

Wie bringen Sie neuerdings Familie und Freizeit unter einen Hut?

Da hakt es gewaltig. Meine Familie muss sehr viel auf mich verzichten. Aber sie unterstützt mich voll, das ist sehr wertvoll und wichtig. Meine Freizeit ist auf ein Mindestmaß zusammengeschrumpft. Man überlegt sich neuerdings genauer, wie man seine wenige freie Zeit nutzt. Insgesamt hoffe ich, dass sich da in nächster Zeit eine für uns alle akzeptable Balance einpendelt.

Das Interview führte Walter Kindlmann

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