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In einigen Tagen geht es los: (v.l.) Barbara Dähn, Nils Fritsch und Johanna Schöner verbringen ein Jahr im Ausland.

Drei Jugendliche auf Reisen

Drei Jugendliche wollen im Ausland Gutes tun

Ein Jahr im Ausland zu verbringen, ist der Traum vieler junger Menschen. Für Johanna Schöner, Barbara Dähn und Nils Fritsch geht er in Erfüllung. Im September machen sich die Drei auf zu einer spannenden Reise nach Bolivien und Benin.

Altenstadt/Schwabbruck  – Nur noch wenige Tage, und das Abenteuer Ausland beginnt. Johanna und Nils reisen zusammen nach Bolivien in das Waisenhaus „Granja Moglia“, das nahe der Stadt Santa Cruz liegt. Dort leben rund 30 Buben im Alter von zwölf bis 17 Jahren, die durch die dort lebenden Tiere und Gärten lernen sollen, Verantwortung zu übernehmen. Die Aufgaben für die beiden 18-jährigen Altenstadter sind das Begleiten und Betreuen dieser Kinder.

Die 19-jährige Schwabbruckerin Barbara verschlägt es dagegen in den westafrikanischen Staat Benin, in die Stadt Cotonou, wo sie in einem Mädchenheim unter anderem für die Säuglingsbetreuung zuständig ist, um somit den minderjährigen Müttern ermöglichen zu können, in die Schule zu gehen.

Durch die Don Bosco-Organisation ist ihre Teilnahme an den Projekten erst möglich geworden. Diese hat sich auf die Hilfe von Kindern und Jugendlichen in Notlagen spezialisiert und ist in Ländern wie Indien, Ghana und Montenegro aktiv.

„Von Bekannten habe ich davon erfahren und mich dann im Internet darüber informiert“, erzählt Johanna. Insgesamt 70 Bewerber gab es dieses Jahr in Bayern und Baden-Württemberg, davon wurden 30 zu einem Bewerbertreffen eingeladen. Anschließend folgten drei Vorbereitungstreffen, in denen ehemalige Volontäre ihre Erfahrungen schilderten, um somit ein Bild davon zu geben, was einen im Ausland erwartet. Zudem wurde viel Organisatorisches für die lange Reise besprochen. Nach diesem Verfahren verreisen dieses Jahr nun 24 junge Erwachsene aus den beiden Bundesländern mit der Organisation.

Seit November wissen auch Johanna und Barbara, dass sie ein Teil davon sind. Dagegen entschied sich Nils erst Mitte Juni für den Auslandsaufenthalt, als eine Mitbewerberin plötzlich abgesprungen war und er ihren Platz einnahm.

Seitdem muss vieles vorbereitet werden, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist. „Für das Visum müssen sehr viele Unterlagen eingereicht werden. Das ist echt viel Arbeit, aber wenn man das gemacht hat, ist das Visum leicht zu bekommen“, so Nils. Die Impfungen sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Vorbereitung. „Sechs Mal wurde ich geimpft. Dabei auch gegen Gelbfieber. Diese Impfung ist Pflicht für das Visum“, erläutert Barbara.

Auch das Beherrschen der Landessprache ist ein wichtiger Aspekt. In Bolivien werden Johanna und Nils Spanisch mit den Kindern sprechen. Die Abiturientin hat die Sprache in der Schule gelernt und ist somit eine Hilfe für Nils, der Spanisch seit zwei Monaten erlernt. Optimistisch sagt der Erzieher: „Ich denke, wenn man dort ist, lernt man die Sprache schnell.“ Da Barbara ihr Abitur in der Fremdsprache Französisch abgelegt hat, wird die Verständigung im französischsprachigen Benin keine all zu großen Schwierigkeiten bereiten.

Die Finanzierung des Jahres übernimmt die Organisation Don Bosco. Unterstützt wird es außerdem durch das „Weltwärts-Programm“, so dass die Volontäre für keine Kosten aufkommen müssen und jeden Monat 100 Euro Taschengeld zur Verfügung haben. Jedes Mitglied verfügt zudem über sein eigenes Spendenkonto, für das es zuständig ist. Die Freiwilligen sind auf Spenden, zum Beispiel von der Familie oder der Gemeinde, angewiesen. Mit den Beträgen, die für den Aufenthalt und das Projekt verwendet werden, wird die Organisation „Don Bosco Volunteers“ entlastet und zusätzlich gestärkt. Durch dieses System eines eigenen Kontos ist die Sicherheit gewährleistet, dass das gespendete Geld auch wirklich bei den Helfern und dem Projekt ankommt.

Kontodaten für Spenden:

IBAN: DE66750903000102 141876, BIC: GENODEF1M05. Verwendungszweck:

Nils Fritsch R511745

Barbara Dähn R511740

Johanna Schöner R511755

(für Spendenquittung eigene Adresse angeben)

Es bietet sich die Möglichkeit, den drei Volontären auf ihren eigenen Blogs im Internet zu folgen. Dort dokumentieren sie ihre Reise und lassen alle Interessierten an ihren Erlebnissen teilhaben:

blogs.donboscovolunteers.de/nilsinbolivien oder: /barbarainbenin

Miriam Schäfer

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