Fühlen sich sichtlich wohl: Fünf der derzeit 149 Kinder im Kindergarten Altenstadt.
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Fühlen sich sichtlich wohl: Fünf der derzeit 149 Kinder im Kindergarten Altenstadt.

Altenstadter Gemeinderat nimmt Kindergarten-Haushalt zur Kenntnis – 149 Kinder und 20 Betreuerinnen

Altenstadter Kindergarten durchbricht Schallmauer

Die Kosten für den Unterhalt des kirchlichen Kindergarten St. Michael in Altenstadt steigen von Jahr zu Jahr. 2018 waren es insgesamt 814 000 Euro, im vergangenen Jahr 915 000 Euro. In diesem Jahr wird die Schallmauer von über einer Million Euro durchbrochen, wie jüngst im Gemeinderat bekannt wurde.

Altenstadt – „Der Kindergarten übernimmt eine wichtige Aufgabe, die ansonsten die Gemeinde übernehmen müsste“, meinte Bürgermeister Andreas Kögl bei der Gemeinderatssitzung im Pfarrsaal. Für die die Gemeinde allerdings mit rund 80 Prozent aller anfallenden Kosten des kirchlichen Kindergartens zur Kasse gebeten wird. Die bischöfliche Finanzkammer übernimmt 20 Prozent aller nicht gedeckten Kosten. Kindergartenverwalter Josef Zeller – er hat den Haushaltsplan 2020 erstell –, bedankte sich indes „für die gute Zusammenarbeit von Kirchenverwaltung und Gemeinde“.

Bei den Zuschüssen trägt die Gemeinde mit 803 000 Euro den größten Teil zu den Kosten bei. Durch die Elternbeiträge kommen weitere 75 000 und über Essensgeld, Spielgeld und Fahrtkostenbeitrag nochmals 47 500 Euro in die Kasse des Verwalters. Trotz alledem bleibt unterm Strich ein Defizit von insgesamt 144 150 Euro. Wovon die Gemeinde 115 350 Euro, der Träger 28 830 Euro übernimmt.

Kindergartenverwalter Josef Zeller (2.v.l.) stellte im Gemeinderat den Haushalt vor.

Bei den Ausgaben sind es die Personalkosten, die mit 950 000 Euro den größten Batzen ausmachen. 2019 waren es noch 717 300 Euro. Für die Raumausstattung, Spiel- und Beschäftigungsmaterial, Lebensmittel, Spielgeld, Geräte und Verwaltung werden weitere rund 60 000 Euro benötigt.

„Toll, was die Leitung mit Helena Weinmann, Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen und Praktikantinnen das ganze Jahr über im Kindergarten leisten“, betonte Altenstadts Bürgermeister. Man müsse einfach froh sein, dass der Kindergarten mit einem derart guten Personal ausgestattet sei.

Drei Regelgruppen, zwei Krippengruppen und zwei Vorschulgruppen sowie 34 Hortkinder werden derzeit von 20 Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen und Praktikantinnen betreut. Davon sind allerdings neun in Teilzeit. Insgesamt werden derzeit 149 Buben und Mädchen im Altenstadter Kindergarten betreut.

Die frohe Botschaft ist übrigens, dass trotz ständig steigender Kosten die Kindergartengebühren nur geringfügig gestiegen sind. Beispielsweise kostete die Betreuung über vier bis fünf Stunden bisher 92,40 Euro, neuerdings 3,70 Euro mehr. Gut für Eltern ist auch, dass seit dem vorigen Jahr für jedes Vorschulkind ein staatlicher Zuschuss von 100 Euro pro Monat gewährt wird.

Den Haushalt für den kirchlichen Kindergarten muss Altenstadts Gemeinderat übrigens nicht genehmigen. Er muss ihn lediglich zur Kenntnis nehmen. Für die Genehmigung ist die bischöfliche Finanzkammer zuständig.

Walter Kindlmann

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