Der Escape-Room in Altenstadt

Nach Brand in Polen

Escape-Room: „Leute können bei uns jederzeit ins Freie“

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Der Brand in einem Escape-Room in Polen, bei dem fünf Jugendliche starben, macht auch die Betreiber des Escape-Rooms in Altenstadt fassungslos. 

Altenstadt – Menschen müssen in einer vorgegebenen Zeit in einem realen Raum Aufgaben oder Rätsel lösen, um das Spiel zu meistern – und zu entkommen: Das steckt hinter dem Abenteuer-Spiel „Escape-Room“, das fünf Mädchen im Alter von gerade mal 15 Jahren in Polen zum Verhängnis wurde. Sie verbrannten wegen fehlender Fluchtwege in einem Kellerraum bei lebendigem Leib. Ein Schreckensszenario, das auch den Schongauer Roman Bauer fassungslos macht, der gemeinsam mit Tobias Kalbitzer aus Schongau die Event-Räume in Altenstadt betreibt.

Allerdings: Von einem echten „Escape-Room“ sei das polnische Etablissement weit entfernt gewesen, weist Bauer den Vergleich von der Hand. „Das in Polen war ein Loch in einem Keller.“ Auf gerade mal sieben Quadratmeter seien die fünf Jugendlichen eingesperrt gewesen. Im Vergleich hierzu die Räumlichkeiten in Altenstadt: In drei verschiedenen „Escape-Rooms“ können jeweils von drei verschiedenen Teams unterschiedliche Rätsel gelöst werden. Jeder Raum hat nicht nur seine eigene „Story“, sondern auch mindestens 50 Quadratmeter – und kann vor allem jederzeit verlassen werden, betont Bauer. Dafür sorgen Spielbetreuer. Pro Raum sorgt jeweils eine dieser Personen dafür, dass bei allem Nervenkitzel keine echte Panik aufkommen muss.

Jederzeit zwei Wege ins Freie

Gerät die Suche nach des Rätsels Lösung und damit nach der Fluchtmöglichkeit ins Stocken, helfen die Spielbetreuer weiter. Die Spieler-Teams werden dauerhaft per Kamera überwacht und könnten im Notfall jederzeit „rausgeholt“ werden. Zumal die magnetische Schlossverriegelung automatisch öffnet, wenn es brennt oder der Strom ausfällt. „Die Leute können bei uns jederzeit über zwei Wege ins Freie“, erklärt Roman Bauer.

In Polen sei es gerademal ein Zugang zum Raum gewesen, und genau da hatte es gebrannt. „Die jungen Mädchen konnten also nicht gerettet werden.“ Hinzu kämen die baulichen Gegebenheiten. Das Industriegebäude in Altenstadt, das auch andere Unternehmen und Vereine beherbergt, sei, was die Bausubstanz anbelangt, nicht mit einem Privathaus in Polen zu vergleichen. „Und es hat sich bei uns auch noch nie einer unsicher gefühlt“, weiß Roman Bauer. 3000 Besucher in knapp zwei Jahren sprechen für sich.

Feuerwehr-Vorstand war schon im Escape-Room

Einer von ihnen ist Altenstadts Feuerwehr-Vorstand Andreas Kögl. Gemeinsam mit seiner Familie hat er das Nervenkitzel-Spiel schon erfolgreich absolviert. „Wir waren immer wieder in Kontakt mit dem Spielbetreuer. Die größte Unsicherheit war die, welches Rätsel wohl als nächstes zu lösen ist.“ Daumen hoch also auch vom Fachmann für den „Escape-Room“ in Altenstadt, der übrigens nicht der erste ist, aus dem Kögl herausgefunden hat. Neue Herausforderungen warten: Derzeit entsteht der vierte Raum – und neben Nervenkitzel kommt auch hier die Sicherheit nicht zu kurz. 

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