Soll barrierefrei werden: An der Schnittstelle des Förderzentrums zur Grundschule soll ein Aufzug gebaut werden.
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Soll barrierefrei werden: An der Schnittstelle des Förderzentrums zur Grundschule soll ein Aufzug gebaut werden.

Aufzug geplant

Altenstadts Förderzentrum soll barrierefrei werden

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Weder das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) noch die Grundschule in Altenstadt, die beide nebeneinander liegen, sind barrierefrei. Das soll sich künftig ändern.

Landkreis – Es war eine lange Liste mit Umbaumaßnahmen, die Florian Steinbach, Leiter der Kommunalen Bauverwaltung im Landratsamt, in der Kreisausschusssitzung präsentierte. Es ging um den barrierefreien Umbau des Sonderpädagogischen Förderzentrums und der Grundschule in Altenstadt.

Die Planungen für einen barrierefreien Zugang beider Gebäude erfolgte in Zusammenarbeit des Landratsamtes mit der Gemeinde Altenstadt sowie dem Architekturbüro Kottermair Rebholz aus Murnau, das nach einem vereinfachten Vergabeverfahren mit den Planungen beauftragt wurde. Bisher erfolgte dabei eine Grundlagenermittlung sowie eine Vorplanung mit Kostenschätzung.

Hebelift in der Aula der Grundschule geplant

Bei mehreren Terminen vor Ort wurden die Maßnahmen mit Vertretern der Schulleitungen und des Landratsamtes und der Gemeinde besprochen. Denn beide Schulen haben ein erhöhtes Erdgeschoss, was einen barrierefreien Zugang etwas erschwert. Dafür habe sich jedoch eine Lösung gefunden, wie Steinbach erklärte: „In der Aula der Grundschule ist ein Hebelift geplant“. Dieser soll über eine zusätzliche westseitige Eingangstür auch für Besucher zugänglich gemacht werden.

So könne jeder zum Aufzug gelangen, der „zwingend an der Verbindungsstelle der beiden Baukörper“ angebracht werden müsse. Gleich dort einen neuen, barrierefreien Eingang zu bauen, sei ein sehr aufwendiges Unterfangen, weshalb die Variante mit der Grundschul-Aula vorgesehen wurde.

Die Differenz der unterschiedlichen Stockwerk-Höhen zu überwinden, wäre mit Eingriffen in die Freiflächen verbunden, so Steinbach. Dadurch wäre zum einen die Belichtungssituation des Musiksaales im Untergeschoss der grundschule eingeschränkt. Zum anderen würde durch den Eingang beim Aufzug die Freifläche des Förderzentrums stark eingeschränkt werden.

Kosten belaufen sich auf circa 651000 Euro.

In Zusammenhang mit dem sowieso geplanten Barrierefreiheit-Umbau sind für das Sonderpädagogische Förderschulzentrum weiterer Maßnahmen bedacht: Neben vielen anderen Maßnahmen soll vor allem ein barrierefreier Sanitärbereich mit Dusche und WC eingebaut werden. Der aktuelle Duschraum, der außer Betrieb und nicht barrierefrei ist, soll Rückgebaut und durch einen Lagerraum ersetzt werden. Des Weiteren bekommt das Förderzentrum einen Erste-Hilfe-Raum im Obergeschoss des Gebäudes.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen laut Vorentwurf von September 2020 bei circa 651 000 Euro. Es ist vorgesehen, dass die Kosten für den Aufzug und den Hebelift sowie die damit verbundenen Baukosten und Kosten für technische Anlagen (was etwa 60 Prozent der Gesamtkosten und damit circa 390 600 Euro entspricht) die Gemeinde Altenstadt und der Landkreis jeweils zur Hälfte übernehmen.

Damit würde der Landkreis rund 450 000 Euro und Altenstadt 200 000 Euro bezahlen. Im Haushalt seien insgesamt Mittel in Höhe von rund 700 000 Euro vorhanden – davon 2000 000 aus Haushaltsresten und 500 000 im Haushalt 2021.

Der Kreisausschuss gab in seiner Sitzung einstimmig das Einverständnis, dass mit der Entwurfsplanung inklusive Kostenrechnung sowie der Genehmigungsplanung weitergemacht wird. Des Weiteren werden im nächsten Schritt Fachplaner beauftragt und Förderanträge gestellt. Sobald die Kostenberechnung vorliegt, wird sie den Ausschussmitgliedern für den Baubeschluss vorgelegt. Die Verwaltung wurde beauftragt, bis dahin eine Zusage der Gemeinde Altenstadt zur Kostenteilung einzuholen.

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