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Hoffen auf viele Ausstellungs-Besucher: Die beiden Hobbyfotografen Andreas Reich und Holger Wieland (v. li.). 

Fotoausstellung in Altenstadt

So schön ist das Oberland

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Fotografieren ist ihre Leidenschaft, ihre Schnappschüsse begeistern regelmäßig die Leser der Heimatzeitung. Unter dem Titel „Naturfotografien aus dem Oberland“ zeigen Andreas Reich und Holger Wieland ihre besten Werke nun erstmals im Rahmen einer Ausstellung in Altenstadt.

Altenstadt – Wenn Holger Wieland und Andreas Reich auf den Auslöser ihrer Kameras drücken, dann entstehen regelmäßig faszinierende Bilder. Insgesamt rund 100 der besten Aufnahmen der vergangenen Jahre haben die beiden Hobbyfotografen für ihre erste gemeinsame öffentliche Ausstellung im historischen Feuerwehrhaus in Altenstadt zusammengestellt. Manche Aufnahme, die großformatig an den Stellwänden hängt, haben durch die Veröffentlichung in den Schongauer Nachrichten bereits eine größere Öffentlichkeit erfahren – mit oft großer Resonanz. „Da gibt es schon immer den ein oder anderen Anruf“, sagt Wieland, den sogar einmal eine Anfrage aus Irland erreichte. Der morgendliche Blick über Peiting vor schneebdeckten Gipfeln hatte einen Berghüttenbesitzer derart begeistert, dass er es unbedingt als Großformat haben wollte.

Die vielen positiven Rückmeldungen waren auch der Anstoß für die Ausstellung. „Es ist schön zu erfahren, was die Leute über die eigenen Bilder denken“, sagt Reich. Weil der Sanitärmeister in Altenstadt lebt und der Wahlschongauer Holger Wieland ebenfalls aus der Gemeinde stammt, war der Ort für das gemeinsame Vorhaben schnell gefunden.

Mehrere Stunden unter dem Tarnzelt sind keine Seltenheit

Vor das größte Problem stellte die beiden Hobbyfotografen die Auswahl der Werke. „Nur 50 Fotos aus den vergangenen vier Jahren auszusuchen war echt schwer“, sagt Wieland und lacht. „Da musste mir meine Frau helfen.“ Denn allein von seinem Lieblingsmotiv, dem Eisvogel, hat der 49-Jährige im Lauf der Jahre mehrere tausend Aufnahmen gemacht. Nur vier davon schafften es in die Ausstellung. Sie zählen zu den beeindruckendsten Motiven – vor allem wenn man weiß, welcher Aufwand dahintersteckt. Oft liegt Wieland stundenlang unter einem Tarnzelt verborgen auf der Lauer, ehe ihm ein Schnappschuss des seltenen und scheuen Vogels gelingt. „Es ist mein Ausgleich fürs Büro“, sagt der Krankenkassenfachwirt, der seine Fototouren akribisch vorbereitet. Ob Mond-, Sonnenverlauf oder das Wetter – alles muss passen für eine gelungene Aufnahme. „Und natürlich braucht man dann noch ein bisschen Glück“, sagt Wieland. Gerade, wenn es um Tieraufnahmen gehe. Und natürlich gebe es Tage, da komme man nach Hause, ohne einmal auf den Auslöser gedrückt zu haben. „Da bin ich dann schon frustriert.“ Denn über die Zeit – der 49-Jährige fotografiert seit rund 15 Jahren quasi in jeder freien Minute – sind auch die Ansprüche an sich selbst gewachsen. „Es gibt Bilder aus der Anfangszeit, die mag ich heute nicht mehr anschauen.“

Ganz so detailversessen sei er nicht, gibt dagegen Reich zu, der sein Hobby seit rund fünf Jahren intensiv betreibt. Meist drehe er nach Feierabend oder an den Wochenende seine Runden. Im Lauf der Zeit wisse man, wo die Chance auf ein gutes Motiv besonders hoch sei, erklärt der 49-Jährige. Manchmal wird der Altenstadter auch angerufen, etwa, wenn es Nachwuchs im Storchennest bei der Feuerwehr gibt. „Da fahr ich dann halt schnell hin. Als Selbständiger geht das.“ Seine Kamera hat er deshalb immer dabei.

Auch gemeinsam waren die beiden Freunde in der Vergangenheit schon unterwegs auf Fotopirsch, dann jedoch meist bei geplanten Ausflügen zu Tierparks oder ähnlichen Orten. Dort bekommt man schließlich auch mal einen Löwen vor die Linse, wenngleich dessen Porträt in der Ausstellung ein bisschen aus der Reihe fällt. Denn das Gros der Bilder, die neben tierischen Motiven auch beeindruckende Aufnahmen von Landschaften und Pflanzen zeigen, ist im Oberland entstanden – eine bewusste Entscheidung. „Wir wollten uns auf die Region beschränken, weil sich die Leute hier vor Ort damit am besten identifizieren können“, erläutert Wieland.

Gespannt auf viele Besucher

Ob dieser Plan aufgeht, wird sich am kommenden Wochenende zeigen, wenn die Ausstellung am Samstag erstmals ihre Türen für die Besucher öffnet. „Wir sind natürlich gespannt, wie viele kommen werden“, sagt Wieland.

Ein Dank der beiden Fotografen gilt der Gemeinde, die die Räume und Stellflächen zur Verfügung gestellt hat. Sollte das Interesse groß sein, können sich Wieland und Reich vorstellen, die Schau künftig im zweijährigen Rhythmus zu wiederholen. An sehenswerten Bildern, das steht jetzt schon fest, mangelt es nicht.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im historischen Feuerwehr haus in Altenstadt ist geöffnet am heutigen Samstag, 8. September, und morgigen Sonntag, 9. September, sowie am 15. und 16. September, jeweils in der Zeit von von 14 bis 18 Uhr.

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