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Mit dem 237 Seiten starken Haushalt: Kämmerer Sebastian Ostenrieder (li.) und zweiter Bürgermeister Sepp Reich.

Gemeinderat Altenstadt

Haushalt ausgewogen, Finanzlage solide

7,9 Millionen Euro beträgt der Haushalt der Gemeinde Altenstadt für das Jahr 2017. Damit liegt er rund 400 000 Euro unter dem des Vorjahres. Der Haushalt sei ausgewogen, die Finanzlage solide, deswegen habe die Gemeinde keinen Grund, an der Steuerschraube zu drehen, versichert Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Altenstadt – Der von Kämmerer Sebastian Ostenrieder erstellte Haushaltsplan ist ein Mammutwerk von 237 Seiten, das im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben mit 2,3 Millionen Euro und im Verwaltungshaushalt 5,6 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben umfasst.

Vorausschauend, dass die Gemeinde bei Investitionen in Vorleistung gehen muss, hat der Kämmerer ein Hintertürchen offen gelassen: Er kann jederzeit auf Kassenkredite in Höhe von 700 000 Euro zurückgreifen.

Was der Gemeinde nicht schwer fallen dürfte, denn 600 000 Euro wurden bereits im vorigen Jahr eingeplant, aber nicht benötigt. Das schlägt sich auch auf den Schuldenstand der Gemeinde nieder: 1,8 Millionen Euro (2015 waren es noch 1,97 Millionen) waren es am Jahresende 2016. Bei 3330 Einwohnern bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von genau 539 Euro.

Den Schulden stehen allerdings Rücklagen in Höhe von 2,04 Millionen Euro gegenüber. Diesen Sparstrumpf will der Kämmerer für geplante Investitionen um knapp 650 000 erleichtern. Vor 15 Jahren, 2002, war die Gemeinde übrigens schon mal mit 4,55 Millionen Euro verschuldet – der Höchststand in 26 Jahren.

Die Steuereinnahmen hat Ostenrieder für das Jahr 2017 sehr vorsichtig kalkuliert. Bei der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 320 Prozentpunkten rechnet er mit 900 000 Euro. Im vorigen Jahr hatte er mit 700 000 Euro kalkuliert, am Jahresende waren es 1,4 Millionen Euro und damit nahezu doppelt so viel.

Thema Gewerbesteuer: Gemeinderat Bernhard Schöner hatte vorgeschlagen, die Gewerbesteuer von 320 auf 350 Prozentpunkte anzuheben. Der Bürgermeister winkte jedoch ab: „Wir wollen nicht an der Steuerschraube drehen und damit die Betriebe unnötig belasten.“ Trotz aller Vorhaben könnten die Schulden sogar noch weiter abgebaut werden.

Deutlich höher als die Gewerbesteuer ist mit 1,7 Millionen Euro die Beteiligung an der Einkommensteuer, 605 000 Euro sind es bei der Schlüsselzuweisung. Ordentlich weniger bringen die Grundsteuern in die Kasse der Gemeinde. Bei einem Hebesatz von 350 Prozentpunkten sind es bei der Grundsteuer B 354 000 Euro und bei der Grundsteuer A knappe 20 000 Euro. Hundesteuer: 5000 Euro.

Den dicksten Brocken bei den Ausgaben bildet die von der Steuerkraft der Gemeinde abhängige Kreisumlage mit 1,7 Millionen Euro. Bei den Investitionen finanziert die Gemeinde mit 445 000 Euro die Restkosten für die Tiefbaumaßnahmen an St. Lorenz Straße, Anger- und Eichenweg. Für den Unterhalt des kirchlichen Kindergartens wird die Gemeinde mit 370 000 Euro zur Kasse gebeten.

Für den Unterhalt der Grundschule in Altenstadt werden weitere 82 000 Euro fällig. Für den Brandschutz, Meldeempfänger, Sirenensteuergeräte und Mehrzweckfahrzeug sind knapp 140 000 Euro eingeplant. Geschlossen hat der Gemeinderat dem Haushalt für das Jahr 2017 zugestimmt.

Walter Kindlmann

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