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Einen Geschenkkorb bekam Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck von Oberstleutnant Robert Badstübner (l.) und Oberstleutnant Udo Francke überreicht.

Ehrung zum Abschied

Hadersbecks letzter Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

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Der traditionelle Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne lockte wieder zahlreiche hochrangige Vertreter von Militär sowie der örtlichen Politik und Gesellschaft nach Altenstadt. Dabei wurde der scheidende Bürgermeister Albert Hadersbeck würdig verabschiedet. Erstmals war der Fluglärm ein Thema.

Altenstadt – Dieses Mal gab’s Wasser statt Weißbier: Nachdem Robert Badstübner, Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon, vergangenes Jahr mit einem Bier angestoßen hatte „und das Foto prompt in der Zeitung war“, wollte er seine Flexibilität beweisen und griff dieses Mal zum Wasser. Wein bekam dafür Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck: Er erhielt von Badstübner und Udo Francke, Leiter des Ausbildungsstützpunkts Luftlande/Lufttransport, einen Geschenkkorb „als Dank für Ihre Leistungen hier am Standort Altenstadt“ überreicht. „Wir Leiter und Kommandeure kommen und gehen, aber Sie waren eine unendlich lange Zeit verantwortlich, haben uns immer aufgenommen und vorbildlich zum guten Miteinander beigetragen“, sagte Badstübner zu Hadersbeck, der nicht mehr kandidiert.

Fittere Lehrgangsteilnehmer dank besserer Sportausbildung

Zuvor hatte Badstübner in seiner Rede einen Rückblick gegeben, in dem er auf alle wichtigen Ereignisse einging. Bei seinem Ausbildungsbataillon beispielsweise habe sich mehrfach der Ausbildungsrhythmus geändert. Dank deutlich umfänglicher Sportausbildung seien die angehenden Führungskräfte erheblich körperlich leistungsfähiger. Auch in den umliegenden Wäldern sei man jetzt öfter unterwegs. „Dass dabei auch Schäden entstehen, will ich nicht verhehlen“, so Badstübner, der Hadersbeck für die konstruktiven Gespräche mit den Grundstücksbesitzern dankte. Für mehr als 1400 Lehrgangsteilnehmer sei Altenstadt die erste militärische Heimat gewesen, im Jahr zuvor waren es noch 1600 gewesen. Besonders herausheben wollte der Standortälteste die öffentlichen Vereidigungen unter anderem in Schongau, Altenstadt und Bernbeuren sowie das erfolgreiche Weihnachtskonzert.

Beim Ausbildungsstützpunkt Luftlande/Lufttransport steigen die Lehrgangsplätze in allen Bereichen, ob Automatiksprung- oder Freifallausbildung, kontinuierlich an. „Die Belastungsgrenzen“ seien ausgereizt worden, deshalb habe man auch Gastausbilder gebraucht, um das Pensum zu bewältigen.

Fluglärm-Versammlung für Anwohner

Dass bei dieser Intensivierung des Luftbetriebs die Beschwerden der Bürger insbesondere über die neuen kleineren Flugzeuge zunahmen, ist keine Geheimnis – es hat sogar in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Info-Veranstaltung für Anwohner des Heeresflugplatzes gegeben, wie Badstübner verkündete. „Herr Hadersbeck ist auf uns zugekommen“, sagte Francke auf Nachfrage. 60 Bürger seien gekommen, man habe sich die Probleme angehört und informiert, was in Zukunft geplant sei. So solle bereits dieses Jahr der Taxiway zur Start- und Landebahn asphaltiert werden, was die Standzeiten am Boden deutlich reduzieren soll.

Man habe darauf hingewiesen, dass es deutlich weniger Luftbewegungen als zu Zeiten der Luftlande/Lufttransportschule gebe, doch auch der überraschend vergangenes Jahr erstmals aufgetauchte Airbus A400M sei den Anwohner laut Fracke im Vergleich mit der lange gewohnten Transall zu laut. „Aber wir haben nunmal einen Ausbildungsauftrag, ohne Flugbewegungen geht es nicht“, bittet er um Verständnis. Und dass der Standort gestärkt und wachsen soll, beweist die Summe, die die nächsten Jahre investiert wird: War man noch im Sommer von 42 Millionen Euro bis 2024 ausgegangen, sei die Summe laut Francke auf mittlerweile 60 bis 65 Millionen Euro gestiegen.

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