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Heizkraftwerk Altenstadt: Regierung erteilt Immissionsschutzrechtliche Genehmigung

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Von: Christoph Peters

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Alles im Blick hat der Mitarbeiter im Kontrollraum des Heizkraftwerks in Altenstadt.
Alles im Blick hat der Mitarbeiter im Kontrollraum des Heizkraftwerks in Altenstadt.. © Jörg von Rohland

Die umstrittene Erweiterung des Heizkraftwerks Altenstadt sorgte im Schongauer Land für große Proteste. Jetzt hat die Regierung von Oberbayern die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Erweiterung der bestehenden Brennstoffpalette um Ersatzbrennstoffe erteilt.

Altenstadt - „Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die wesentliche Änderung des Heizkraftwerks war gemäß § 16 Abs. 2 BImSchG zu erteilen, da die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind“, teilte die Regierung am heutigen Mittwochnachmittag mit. Insbesondere seien durch das Vorhaben „keine schädlichen Umwelteinwirkungen oder sonstige Gefahren, erhebliche Belästigungen oder erhebliche Nachteile für die Nachbarschaft und die Allgemeinheit zu erwarten“. Nach Fachgutachten würden die maßgeblichen Grenzwerte für Geruchsimmissionen in den benachbarten Wohn- und Gewerbegebieten deutlich unterschritten. „Auch die Schadstoffimmissionen unterschreiten alle maßgeblichen Grenzwerte.“

Bei dem bestehenden Biomasseheizkraftwerk handele es sich um „eine Abfallmitverbrennungsanlage zur Verbrennung von Altholz, die über eine Feuerungswärmeleistung von 40,4 MW verfügt“, heißt es in der Mitteilung. „Die bestehende Brennstoffpalette soll nun um den Einsatz von Ersatzbrennstoff – wie zum Beispiel qualitätsgesicherte Abfälle aus Zellstoff, Papier, Karton und Pappe, Textilien, Verpackungen sowie aus der Herstellung und Bearbeitung von Kunststoffen – erweitert werden.“ Der Anteil an Ersatzbrennstoffen betrage dabei maximal 50 Prozent der jeweils erzeugten Feuerungswärmeleistung. Eine Änderung der Gesamt-Feuerungswärmeleistung sei dabei nicht vorgesehen.

Bereits im März vergangenen Jahres hatte die Regierung grünes Licht für die Errichtung eines entsprechenden Brennstoffbunkers, den Einbau neuer Fördertechnik und die Anbindung der neuen Aggregate an das bestehende Prozessleitsystem gegeben.

Der Bescheid zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung kann auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern eingesehen werden.

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