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Der 17. Tag der Fal lschirmjäger wurde begangen wie eh und je: Den Appell mit dem Heeresmusikkorps, den Fahnenabordnungen und dem Ehrenzug verfolgten Besucher aus Garnisonen und Politik sowie Ehemalige.

17. Tag der Fallschirmjäger 

Kraftakt mit Symbolbedeutung

Dass sich nach Auflösung der Luftlande- und Lufttransportschule am „Tag der Fallschirmjäger“ absolut nichts geändert hat, lag daran, dass auch der Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport großes Ansehen genießt. Es war der 17. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung.

Altenstadt „Dass so viele der Einladung gefolgt sind, werte ich als Zeichen ihrer Verbundenheit mit unsere Ausbildungseinrichtung,“ sagte Oberstleutnant Christian Schoebel. Ungeachtet des wenig geliebten und sperrigen Begriffs „Ausbildungsstützpunkt“ wolle man sich auch weiterhin anstrengen, die Rolle als „Mutterhaus der Fallschirmjäger“ mit Leben zu erfüllen. Für den Ausbildungsstützpunkt ist die Realisierung dieser Veranstaltung allerdings ein echter Kraftakt, der sich nicht nur wegen der symbolischen Bedeutung lohnt, sondern auch, um alle Angehörigen und Freunde der Fallschirmjäger wenigstens einmal im Jahr zusammenzubringen.

Es war am Donnerstagnachmittag das zweite Mal, dass der „Tag der Fallschirmjäger“ unter Leitung des Stützpunktes ausgerichtet wurde. Kein Zweifel, es war wie die 16 Mal vorher auch. Zum Programm gehörten der Fallschirmsprungdienst, vier Vorträge, der Appell und der Kameradschaftsabend und schließlich am Freitag noch der ökumenische Gottesdienst. Das Heeresmusikkorps aus Ulm, die Fahnenabordnungen der Fallschirmjägereinheiten, Stammsoldaten und Lehrgangsteilnehmer, die Fahnenabordnungen der umliegenden Soldaten- und Veteranenvereine bildeten den Rahmen für den Appell, zu dem auch die ehemaligen Kommandeure Fritz Zwicknagel und Alois Hösle, dem Stützpunkt verbundene aktive und ehemalige Offiziere und Unteroffiziere sowie Gäste aus der Politik Flagge gezeigt haben.

Oberstleutnant Schoebel, Leiter des Ausbildungsstützpunktes, sagte, die Rahmenbedingungen für die Ausbildung im Fallschirmsprung, der Fallschirmtechnik und im Lufttransport hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten verschärft. Dies erfordere mit Blick in die Zukunft die Optimierung von Verfahren, Infrastruktur und Technik eigenständig voranzutreiben. Der Einsatz des Luftfahrzeugs M-28 bedeute einen Quantensprung in der Fallschirmsprungausbildung, weil man damit flexibel auf Wetterbedingungen reagieren könne. Die Nutzung ziviler Flugzeuge habe zugenommen. Damit einher geht die Emissionsbelastung für die Bevölkerung um den Heeresflugplatz Altenstadt. „Dank der großen Zustimmung der Bundeswehr hier in der Region haben wir es zu verdanken, dass die Mehrbelastung auch in Zukunft zu ertragen ist,“ sagte Schoebel.

Brigadegeneral Andreas Hannemann, Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie in Hammelburg und vorgesetzte Dienststelle für Altenstadt, begrüßte ausdrücklich, dass die bewährte Tradition des „Tag der Fallschirmjäger“ unverändert aufrechterhalten wird. „Dass dies eine Herausforderung ist, ist mir wohl bewusst.“ Hannemann lobte den Ausbildungsstützpunkt, der trotz personellen Reduzierungen seinen Kernauftrag – „die Befähigung zur vertikalen Verbringung der Spezialkräfte“ – unverändert mit hoher Qualität erfülle. Generalleutnant Frank Leidenberger, Kommandeur der Deutschen Anteile des Multinationalen Korps, sagte in seinem Grußwort bei den Fallschirmjägern „schlägt das richtige Herz“. Hannemann sagte auch bei allem was von den Fallschirmjägern verlangt werde, „sollten wir ein bisschen demütig sein“. Das bedeute nicht, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen.

Das Musikkorps spielte schneidige Märsche, das Lied der Fallschirmjäger (Rot scheint die Sonne) und zum Schluss die Bayernhymne und die Nationalhymne sowie zur Kranzniederlegung am Mahnmal der gefallenen Soldaten das Lied „Vom guten Kameraden.“ Pfarrerin Heike Ranke bat darum, das Leben so zu leben, das es Sinn mache. „Halt, Kraft, Mut und Vertrauen auf Gott – darum lasst uns beten.“

Walter Kindlmann

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