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Feinstens zelebrierte Klangmarkenzeichen

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Ein vielfältiges Programm aus traditioneller und moderner Blasmusik präsentierte die Musikkapelle Altenstadt unter ihrem Dirigenten Hans Daxer. © Kindlmann

Bei ihrem Frühjahrskonzert hat die Altenstadter Musikkapelle eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie gut traditionelle und moderne Blasmusik klingen kann. Die gut 300 Besucher in der Schulturnhalle waren begeistert.

Altenstadt – „Wahnsinn, was die da oben leisten“, sagte Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. „Wie erwartet gut“, befand Bezirksleiter Gottfried Groß. Und fügte noch an, „dieser Dirigent traut seiner Kapelle einiges zu“. Sieben Jahre ist mittlerweile Hans Daxer als Dirigent für die Altenstadter Musikkapelle verantwortlich, hat ihr seinen Stempel aufgedrückt. Es ist einfach die Vielfalt der Musikrichtungen, die an dieser Kapelle auffällt. Ihr Klang ist zu ihrem Markenzeichen geworden. Feinstens zelebriert erklingen wiederkehrende Themen der unterschiedlichen Instrumente.

Das wurde in dem gut zwei Stunden dauernden Konzert einmal mehr deutlich. Da spielte die Kapelle eingangs das „Opening“ und die „Festival Ouvertüre“. Übrigens ein Stück, das die Musikkapelle heuer beim Wertungsspiel in Denklingen spielen wird. Eine schwungvolle Ouvertüre, die Hans van der Heide komponiert hat und bei der vor allem die Register der Klarinetten, Bariton und Trompeten, Waldhorn und Tuba ordentlich gefordert sind.

Historisch wurde es bei Sepp Tanzers Monumental- Werk „Tirol 1809“. Die revolutionäre Stimmung im Freiheitskampf der Tiroler gegen die Franzosen und Bayern am Berg Isel im ersten Satz. Der Choral mit der anklingenden Marseillaise im zweiten, und schließlich im dritten Satz der Sieg der Tiroler unter Andreas Hofer – hervorragend musikalisch transportiert. Die beiden Moderatoren des Abends, Julius Echter und Peter Hutterer, waren sich einig in ihrem Urteil: „Ein Meilenstein in der Blasmusik.“

Mit dem „Alphornzauber“ und den „Erinnerungen an Altrei“ – die Solisten dabei waren Hans Reich und Anton Zick –, schickte die Kapelle die Besucher in die Pause.

Reichlich Abwechslung bot das 41 Musiker zählende Orchester im zweiten Teil des Konzertes mit dem „Rock Opening“, dem „Deja Vu“. Großartig das Solo von Schorschi Daxer. „Früher“, sagte Julius Echter, „war die Tuba zu groß für den kleinen Schorschi, heute ist die Tuba zu klein für den großen Schorschi.“

Es folgten noch die Stücke „Pink Panther“, „Mali Darek“ und der Marsch „Blasmusik für Freunde“.

Mit ihrem anhaltenden Applaus erklatschten sich die Besucher zwei Zugaben: Die Polka „Egerland, mein Heimatland“ und der von Hans Daxer komponierte Marsch „In Ewigkeit.“ Ihr Debüt in der Kapelle der Großen gaben übrigens Niklas Reich und Benedikt Esper. Franz Landes, ehemals Dirigent in Altenstadt, war begeistert. „Ein ausgewogenes Orchester mit sehr gut gewählter Dynamik.“ Christine Nuscheler-Stuffer, die Mutter der drei Daxer Buben Hans, Benno und Schorschi, hat genau hingehört: „Der Impuls des Orchesters überträgt sich auf die Zuhörer.“

Walter Kindlmann

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