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Die graue Fläche umfasst den zehn Hektar großen Bereich „Brandthal“, die grün/weiße Fläche den Flächennutzungsplan der Stadt Schongau, 20 Hektar. Das orange Quadrat ist der „Garnelenhof Pfaffenwinkel“ daneben in Grau das Biomasseheizkraftwerk.

Gewerbegebiet Brandthal

Flächen nur für große Betriebe

Nach etlichen Änderungen, gefordert von den Trägern öffentlicher Belange, hat der Flächennutzungsplan für den zur Gemeinde Altenstadt gehörenden Geltungsbereich Brandthal die nächste Hürde genommen.

Altenstadt – Das Gebiet der Gemeinde Altenstadt befindet sich zwischen der WM 6 im Westen und der B 17 im Osten. Im Norden grenzt dieser Bereich an den Flächennutzungsplan der Stadt Schongau. Westlich Brandthal befindet sich das Biomasse-Heizkraftwerk, nebenan der Garnelenhof Pfaffenwinkel mit Nebengebäuden. Die Fläche der Gemeinde Altenstadt hat eine Größe von zehn Hektar, die der Stadt Schongau ist mit 20 Hektar doppelt so groß.

Eines machte Bürgermeister Albert Hadersbeck in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates klar. „Wir wollen, dass sich auf diesem Gewerbegebiet nur große und mittelständische Betriebe ansiedeln.“ Der Grund ist einfach: Diese Betriebe könnten von dem nebenan stehenden Heizkraftwerk mit Energie versorgt werden. Einzelhandel und Kleingewerbe sollen hingegen kein Grundstück bekommen. Einzelhandel, darauf hat die Handwerkskammer für München und Oberbayern in ihrer Stellungnahme hingewiesen, sollte generell ausgeschlossen werden, um negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Einzelhandels in den Ortskernen von Altenstadt und Schongau entgegenzuwirken.

Das Landratsamt Weilheim-Schongau, Sachgebiet Technischer Umweltschutz, weist darauf hin, dass spätestens bei Aufstellung des Bebauungsplanes Brandthal nachzuweisen ist, dass an den angrenzenden Immissionsorten die jeweils zulässigen Richtwerte in der Summe aller gewerblichen Nutzungen, auf Altenstadter und Schongauer Flur, eingehalten werden. „Das machen wir beim Bauleitverfahren sowieso“, meinte Hadersbeck.

Die Stadt Schongau hat die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung durch die Stadtwerke angeboten. Allerdings schränkt sie ein, dass eine Versorgung mit Brauchwasser nicht möglich ist. Die Gemeinde weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass eine Versorgung des Baugebietes mit Brauchwasser keine Pflichtaufgabe der Kommune ist. Lösungen seien durch die jeweiligen Betriebe zu entwickeln und umzusetzen.

Die Brandschutzdienststelle im Landratsamt indes verlangt, dass in diesem Gebiet zwei von einander unabhängige Rettungswege vorzusehen sind. Bei Sackgassen wird ein Wendehammer gefordert. Das staatliche Bauamt schließlich weist darauf hin, dass entlang der freien Strecken von Bundesstraßen für bauliche Anlagen ein Abstand bis zu 20 Metern einzuhalten und, gemessen vom äußeren Rand der Fahrbahndecke, im Bauleitplan darzustellen ist.

Das ganze Prozedere geht weiter. Die Änderungen werden jetzt in den Flächennutzungsplan Brandthal eingearbeitet und danach erneut den Trägern öffentlicher Belange mit der Bitte um Stellungnahme vorgelegt. 22 Träger öffentlicher Belange waren es diesmal. Zwölf davon waren gnädig, haben keine Stellungnahme abgegeben oder eine weitere verlangt. In einigen Wochen wird der überarbeitete Flächennutzungsplan durch Auslegung im Rathaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Walter Kindlmann

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