Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage mit Maske: Die Soldaten legen in der Kaserne in Altenstadt ihren Eid an der Truppenfahne ab. Dazu spielte eine Abordnung des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen das „Lied der Bayern“ und die Nationalhymne.
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Aufgrund der derzeitigen Corona-Lage mit Maske: Die Soldaten legen in der Kaserne in Altenstadt ihren Eid an der Truppenfahne ab. Dazu spielte eine Abordnung des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen das „Lied der Bayern“ und die Nationalhymne.

Vereidigungsappell des Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3 in Altenstadt

„Nur was lebenswert ist, ist es auch wert, es zu verteidigen“

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage hat das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3 in der Kaserne in Altenstadt seinen traditionellen Vereidigungsappell im kleinen Rahmen und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen in der Kaserne vorgenommen.

Altenstadt – „Nur was lebenswert ist, ist es auch wert, es zu verteidigen“: Mit diesem Zitat aus dem ersten Handbuch zur „Inneren Führung“ aus dem Jahr 1957 schwor Oberstleutnant Sven Tillery die 166 angetretenen Lehrgangsteilnehmer auf das bevorstehende Ablegen ihres Eides ein. Für Tillery war es übrigens der erste Vereidigungsappell im Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 3.

Es sollte ein bedeutsamer Tag im Leben der Soldaten sein, der aber ohne Beisein von Angehörigen und Freunden sowie Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit stattfinden musste – ein Umstand, den Tillery zutiefst bedauerte.

Aufgrund der besonderen Situation sorgte eine nur 13-köpfige Abordnung des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen unter Stabführung von Oberstabsfeldwebel Michael Schwendemann für die musikalische Untermalung. Neben dem „Regimentsgruß“ und dem „Bozner Bergsteigermarsch“ spielte die Abordnung zur Vereidigung selbst das „Bayerische Militärgebet“.

Für ihn war es die erste Vereidigung als Kommandeur: Oberstleutnant Sven Tillery

Im Hinblick auf die große Verantwortung, die den angehenden militärischen Führungskräften zukünftig zuteilwerden wird, machte Tillery den Soldaten die Bedeutsamkeit ihrer Rolle klar: „Als Feldwebelanwärter im allgemeinen Fachdienst beziehungsweise im Truppendienst, aber auch als Unteroffizier des allgemeinen Fachdienstes, werden Sie künftig als Spezialisten sowie in Ihren Truppengattungen als Führer, Ausbilder und Erzieher eingesetzt sein. Sie tragen damit Verantwortung für die Ihnen anvertrauten Männer und Frauen.“

Darüber hinaus appellierte Tillery: „Im Ernstfall spielt es keine Rolle, ob Sie Infanterist, Logistiker, Fernmelder oder IT-Spezialist sind. Sie alle sind in erster Linie Soldaten, die auch unter schwierigen Bedingungen Ihren jeweiligen Auftrag erfüllen müssen, auch bei wenig Schlaf, bei Dauerregen und im Angesicht der Gefahr für Leib und Leben.“

Er wies damit nochmals auf den besonderen Beruf des Soldaten hin und sprach den zur Vereidigung anstehenden Soldaten Respekt und Anerkennung für ihre mutige Entscheidung aus. Auch dankte er seinen Ausbildern für die geleisteten Dienste unter den besonders erschwerten und herausfordernden Corona-Bedingungen.

Den Höhepunkt des Appells bildete nach Tillerys Rede die Eidablegung, zu der eine Abordnung von jeweils drei Soldaten der ersten und zweiten Kompanie des Bataillons zur Truppenfahne vortraten. Das „Lied der Bayern“ und die Nationalhymne rundeten das Zeremoniell ab und beendeten den Appell.

Trotz der beschränkten Möglichkeiten und der außergewöhnlichen Situation konnte das Bataillon seinen Lehrgangsteilnehmern ein dem Ereignis entsprechend würdigen Appell ermöglichen.  

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