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Die SPD legt in Altenstadt vor (v.l.): Albert Hermann (Gründungsmitglied im SPD-Ortsverein  und Ehrenringträger der Gemeinde Altenstadt), Bürgermeisterkandidat Konstantin Papamichail und Johann Zidek (2. Vorsitzender SPD-Ortsverein).

SPD-Bürgermeister-Kandidat

Papamichail will Hadersbeck in Altenstadt beerben

  • Jörg von Rohland
    VonJörg von Rohland
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Die SPD in Altenstadt wagt sich als erste Partei in der Gemeinde aus der Deckung und präsentiert einen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt: ihren Fraktionsvorsitzenden Konstantin Papamichail. Die CSU will mit der Nominierung ihres Kandidaten noch bis zum Herbst warten. Ein Name hält sich hartnäckig.

Altenstadt – Am liebsten würden viele Altenstadter und Schwabniederhofener die Bürgermeisterwahl 2020 wohl einfach ausfallen lassen; so zufrieden sind sie mit dem langjährigen Rathauschef Albert Hadersbeck (CSU). Doch der verabschiedet sich in den Ruhestand, neue Kandidaten müssen her.

Zumindest in der SPD ist die Meinungsfindung dazu jetzt abgeschlossen: „Ich trete an, weil ich überzeugt bin, Altenstadt weiter voranbringen zu können und eine gute Zukunft zum Nutzen aller Bürgerinnen und Bürgern gestalten zu können“, sagt der frisch gekürte Kandidat Konstantin Papamichail. In ihrer Aufstellungsversammlung hatten die Genossen jüngst dafür gestimmt, mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen zu gehen. Die Wahl fiel auf Fraktionssprecher Papamichail. Der Grund: „Er ist ein absolut engagierter Bürger und Gemeinderat, der das Gemeinwohl immer im Blick hat“, sagt der stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende Johann Zidek.

Obendrein bringt der 52-jährige vierfache Familienvater viel politische Erfahrung mit. Seit 2011 ist er Ortsvorsitzender der SPD Altenstadt-Schwabniederhofen, 2014 wurde er in den Gemeinderat gewählt und spricht seitdem für die Fraktion. Obendrein ist der bei UPM in Schongau beschäftigte Elektrotechniker in der Bayern SPD vertreten und in den Landesvorstand der AG Migration und Vielfalt gewählt worden.

Erfahrener SPD-Politiker

Als Bürgermeisterkandidat sei es ihm wichtig, „Altenstadt/Schwabniederhofen mit seinem grünen, dörflichen und familienfreundlichen Charakter zu erhalten und dabei die Infrastruktur für alle Generationen zukunftsorientiert und modern zu gestalten, sowie gemeinschaftliches Engagement im Ehrenamt konkret zu fördern“, sagt Papamichail. Am Herzen liege ihm besonders der Dialog und das Gespräch mit den Mitbürgern. Im Fokus des 52-Jährigen stehen dabei vor allem auch die kleinen und mittelständischen Betriebe, „um Arbeitsplätze in der Gemeinde zu sichern.“

In der CSU hält man sich bei der Kandidatenfrage derweil weiter bedeckt. Der Ortsvorsitzende Andreas Kögl, der selbst als möglicher Bürgermeister gehandelt wird, sagt, dass „noch nichts fix“ sei. Auch von der zweitstärksten Gemeinderatsfraktion von UWV und Freien Wählern war bislang noch nichts Neues zu vernehmen. Wie berichtet, hatte Sepp Reich, scheidender Vizebürgermeister der Unabhängigen, im Februar damit gerechnet, „dass wir keinen aufstellen werden“.

Der scheidende Rathauschef Albert Hadersbeck rechnet indes „auf jeden Fall mit zwei bis drei Kandidaten“, die in Altenstadt seine Nachfolge antreten wollen.

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