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Rot ist die bestimmende Farbe für Peter Hippauf. Er ist Vorsitzender des FC Bayern-Fanclubs „Red-White Kings Schwabniederhofen“, der heuer sein 30-jähriges Bestehen feiern wollte.
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Rot ist die bestimmende Farbe für Peter Hippauf. Er ist Vorsitzender des FC Bayern-Fanclubs „Red-White Kings Schwabniederhofen“, der heuer sein 30-jähriges Bestehen feiern wollte.

Feier wurde verschoben

Bayern-Fanclub „Red-White Kings Schwabniederhofen“ wird 30 - Vorsitzender hat einiges zu erzählen

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Auch wenn der FC Bayern-Fanclub „Red-White Kings Schwabniederhofen“ seine Jubiläumsfeier verschieben musste, haben die Mitglieder in dreißig Jahren viel erlebt. 

Schwabniederhofen – Ein Fußball-Turnier, Livemusik, eine Tombola – „was eben so dazugehört“, sagt Peter Hippauf. Ein großes Fest sollte es Anfang Juli geben. Denn der FC Bayern-Fanclub „Red-White Kings Schwabniederhofen“ hatte am 1. Juni seinen 30. Geburtstag und das sollte ausgiebig gefeiert werden. Dazu hatten die Schwabniederhofener neben anderen Bayern-Fanclubs auch Vereine aus dem Ort eingeladen. 200 bis 300 Gäste wären es wohl geworden, doch die Corona-Pandemie verhinderte die Festivitäten – zumindest fürs Erste. Im kommenden Jahr soll die Feier nachgeholt werden, der Termin steht noch nicht fest. Von einem lebendigen Fanclub-Leben und zahlreichen Erinnerungen aus den vergangenen 30 Jahren kann Hippauf, der Vorsitzende der Red-White Kings dennoch berichten.

In einer roten Mappe hat er alle Berichte und Urkunden gesammelt. Hippauf gehört zu den sechs Gründungsmitgliedern des Fanclubs, der zu den ältesten noch aktiven FCB-Fanclubs überhaupt gehört. Seit 1994 ist Hippauf zudem Vorsitzender der Red-White Kings. Ganz vorne in seiner Mappe ist die Gründungsurkunde vom 1. Juni 1990 zu sehen. Es folgen diverse Zeitungsberichte von Benefizspielen und Spendenaktionen.

Schwabniederhofener unterscheiden sich von anderen Bayern-Fanclubs

Die Schwabniederhofener unterscheiden sich in manchen Aspekten wohl von den weltweit über 4500 Bayern-Fanclubs. „Klar, wir wollen unseren Spaß haben“, sagt Hippauf, „Aber wir wollen eben auch zeigen, dass es nicht nur darum geht, zusammen Bier zu trinken, sondern, dass Fans auch etwas auf die Beine stellen können.“ Die Einnahmen aus dem Fest zum 30-jährigen Bestehen möchten die Schwabniederhofener spenden: an das Kinderhospiz Bad Grönenbach und die Peter-Maffay-Stiftung.

Von Randalen und Schlägereien im und ums Stadion an Spieltagen distanzieren sich die 58 Mitglieder, von denen knapp die Hälfte Frauen sind, klar. Das steht sogar in der Satzung geschrieben. Die Schwabniederhofener legen wert auf ein anständiges Benehmen und versuchen auch auf Auswärtsfahrten, stets mit den Heimfans ins Gespräch zu kommen.

Schwabniederhofener Bayern-Fanclub hat auch schon schlimme Erfahrungen mit Hooligans gemacht

Hippauf erzählt, wie so mancher Fan eines anderen Vereins sein Bild von den „arroganten Bayern“ geändert hat, nachdem er sich mit den Red-White Kings unterhalten hatte. Dass aber nicht immer alles friedlich abläuft, musste der 55-jährige Verwaltungsfachwirt auch schon erfahren. Bei einem Europapokal-Spiel in Zürich beispielsweise schlugen Hooligans mit Stangen gegen den Bus, in dem Hippauf und andere Bayern-Fans saßen. „Da ging es uns kurzzeitig anders“, so der Fanclub-Vorsitzende.

Mit circa 15 Leuten besuchen die Red-White Kings, quasi jedes Heimspiel der Bayern. Dazu kommen acht bis neun Auswärtsspiele pro Saison. Insgesamt hat Hipp-auf schon 690 Spiele der Bayern im Stadion gesehen, sein erstes am 24. August 1982. Dabei hat er quasi schon jede bedeutsame Arena in Europa besucht, ob in Mailand, Turin, Barcelona, Madrid, London, Liverpool, oder Glasgow. Die Eintrittskarten von jedem Spiel hat er feinsäuberlich in einem Kellerraum an die Wand gepinnt. Die Wände sind mittlerweile voll, weiter geht es an der Decke. „Ich denke, man kann sagen, dass ich durch und durch Bayern-Fan bin“, sagt er.

Schwabniederhofener Bayern Fanclub: „Red-White Kings“ sind Kuttenträger

Neben den Eintrittskarten hängen in seinem FC-Bayern-Raum Plakate, Fahnen und sein Gewand für die Stadionbesuche. Hippauf und einige andere Mitglieder des Fanclubs sind nämlich sogenannte „Kuttenträger“. Ihre Kutte ist eine Jeansweste, die mit zahlreichen Aufnähern versehen ist. „Und jeden habe ich selber angenäht“, betont Hippauf. Seine Kutte trägt er im Stadion bei jedem Wetter. Sie sei wie eine zweite Haut, erzählt der 55-Jährige.

Dass er seine Bayern in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Pandemie nicht im Stadion unterstützen konnte, hat dem Schwabniederhofener gefehlt. Da er meist eh im Stadion ist, besitzt er auch kein Sky-Abo, um die Spiele im TV zu verfolgen. Über die achte Meisterschaft in Folge seiner Bayern, die 30. insgesamt, freut er sich natürlich dennoch. Wenn auch nicht mehr so überschwänglich wie beim ersten Mal, verrät er. Ausnahmezustand herrsche erst wieder, wenn der Champions-League-Titel in greifbare Nähe rückt. Und das kann im August ja noch der Fall sein. Vielleicht dürfen Hippauf und die „Red-White Kings Schwabniederhofen“ dann wieder zusammen jubeln.

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