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Zuzug erwünscht, aber bitte in Maßen: Die Gemeinde Altenstadt kommt nach Angaben des Bürgermeisters mit einem Wachstum von einem Prozent pro Jahr gut klar. 

Serie zur Ortsentwicklung (1)

Altenstadt fehlt Wohnraum für Senioren

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Altenstadt.

Altenstadt – Die Gemeinde Altenstadt wünscht sich ein „maßvolles Wachstum“ von zirka einem Prozent pro Jahr, sagt ihr Bürgermeister Albert Hadersbeck.

Junge Familien und Senioren

„Der Zuzug von jungen Familien ist erwünscht, vor allem soll aber auch für die jungen Erwachsenen im Ort eine gute Infrastruktur für den Verbleib in der Heimatgemeinde vorhanden sein“, erklärt der Rathauschef. Für die Versorgung der Senioren sieht Hadersbeck die wichtigsten Angebote vorhanden und nennt dabei zum Beispiel Lebensmittel, Ärzte, Apotheken und Banken. Aber: „Es fehlen seniorengerechte Wohnangebote und eine Pflegeeinrichtung“, räumt er ein.

Einheimische

Das bestehende Einheimischenmodell der Gemeinde Altenstadt wird in nächster Zeit entsprechend der neuen Vorgaben überarbeitet, versichert der Bürgermeister. Bekanntlich hatte die Europäische Union (EU) das bisherige Vorgehen bei der Grundstücksvergabe an Einheimische infrage gestellt. Jetzt sind Einheimischenmodelle aber wieder rechtssicher möglich, ohne gegen EU-Recht zu verstoßen, weil sich Bund und Freistaat Bayern mit der EU-Kommission auf angepasste Kriterien geeinigt haben: Für das neue Modell kommen Bewerber in Betracht, deren Vermögen und Einkommen bestimmte Obergrenzen nicht überschreitet. Laut Hadersbeck waren bislang die wichtigsten Kriterien die Anzahl der Familienmitglieder, eventuelle Behinderungen, das Wohnen und der Arbeitsplatz am Ort. „Die Kriterien bezüglich Einkommen beziehungsweise Vermögensverhältnisse müssen entsprechend bei der Überarbeitung Berücksichtigung finden“, blickt der Altenstadter Rathauschef voraus.

Bauland

Die Gemeinde tut sich schwer, neues Bauland auszuweisen. Gründe sind nach Auskunft des Bürgermeisters vor allem die in Altenstadt notwendigen Flächen für den Bundeswehrstandort, Kiesabbauflächen, die Bundesstraße 17 und Überschwemmungsgebiete. Aus diesem Grund kann die Gemeinde derzeit auch keine Baugrundstücke anbieten. Und im Privatbesitz seien nur einzelne baureife Grundstücke vorhanden, weiß Hadersbeck. Der durchschnittliche Baulandpreis in der Gemeinde lag laut Bekanntmachung des Gutachterausschusses des Landkreises bei zuletzt 150 bis 180 Euro pro Quadratmeter.

Verdichtung

„Wir konzentrieren unsere Aktivitäten vor allem auf eine innerörtliche Verdichtung der Bebauung“, sagt der Rathauschef mit Blick auf die mauen Aussichten außerorts. Und Möglichkeiten zur Verdichtung im Ort sieht er reichlich: Zum Beispiel durch die zusätzliche Bebauung größerer Grundstücke sowie durch Gebäudeaufstockungen und Gebäudeerweiterungen. Innerorts gebe es noch Baulücken, außerdem könnten nicht mehr benötigte landwirtschaftliche Hofstellen umgenutzt werden: für den Neubau altersgerechter Wohnanlagen.

Infrastruktur

Die Infrastruktur im Ort hält der Bürgermeister für den derzeitigen und auch den künftigen Bedarf „im Wesentlichen ausreichend“. Ein Blick ins Branchenbuch der Gemeinde mit stolzen 116 Einträgen vom Nahversorger bis zum Zahnarzt untermauert diese Einschätzung.

Gewerbeansiedlung

Bebaubare Gewerbeflächen sind nach Angaben des Rathauschefs noch begrenzt vorhanden. „Sie befinden sich aber in Privatbesitz.“ Die Gemeinde setzt daher auf ihre Nachbarn: „Neuausweisungen von Gewerbeflächen sind künftig unter Berücksichtigung unserer Zusammenarbeit im Ammer-Lech-Land vor allem unter dem Gesichtspunkt interkommunaler Gewerbeflächen zu diskutieren und zu planen“, meint Hadersbeck.

Teil 2: Apfeldorf

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