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Die Unterbringung der Soldaten war eines der Themen beim Besuch von Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Silberhorn (Mitte) in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne.

Staatssekretär besucht Franz-Josef-Strauß-Kaserne

Neue Unterkünfte und der Windtunnel

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Hoher Besuch in Altenstadt: Am Donnerstag machte sich der neue Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Silberhorn erstmals ein Bild von der Franz-Josef-Strauß-Kaserne. Beim Rundgang ging es auch um künftige Investitionen am Standort. Begleitet wurde Silberhorn von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und dem CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn.

Altenstadt – Mehrere Stunden dauerte die Stippvisite der Politiker. Oberstleutnant Christian Schoebel, Leiter des Ausbildungsstützpunkts Luftlande/Lufttransport, und Major Felix Weller, stellvertretender Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffiziersanwärterbataillons, führten die Gruppe über das Gelände und informierten über laufende Projekte. Silberhorn zeigte sich anschließend sichtlich angetan von dem, was er da zu sehen bekam. „Der Standort hat Zukunft“, betonte er nach dem Rundgang. Man habe in den vergangenen Jahren viel investiert und werde das auch weiter tun. 15 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in die Kaserne fließen, kündigte er an. Gedacht ist das Geld laut Schoebel für eine „Vielzahl an Infrastruktur-Vorhaben“, mit denen man den Standort auf dem aktuellen Stand der Technik halte. Dazu zählen beispielsweise Verbesserungen an der Start- und Landebahn, aber auch der Einbau von neuen Toren an den Hallen.

Die positiven Entwicklungen zeigen, dass es eine „sehr weise Entscheidung“ gewesen sei, die Franz-Josef-Strauß-Kaserne zu erhalten, betonte Dobrindt und spielte damit auf die vormals angedachte Schließung des Standorts an. Gleichwohl nutzten der CSU-Politiker wie auch Schoebel und Weller die Gelegenheit, um auf weitere nötige Investitionen aufmerksam zu machen. Besonders im Fokus stand dabei das sogenannte Gebäude zwei. Der Unterkunftsbau entspricht mit seinen Mehrbettstuben nicht mehr dem aktuellen Standard, ist dringend sanierungsbedürftig und steht deshalb schon seit Jahren leer. Er soll, so der Wunsch, komplett hergerichtet werden, um den Lehrgangsteilnehmern adäquate Unterkünfte bieten zu können. „Ich nehme das mit“, versprach Silberhorn.

Gleiches gilt für den Windtunnel, den der Ausbildungsstützpunkt im vergangenen Jahr beantragt hat und der die Ausbildung der Fallschirmspringer erheblich erleichtern würde. „Die Frage ist nicht ob, sondern wann“, sagte der Staatssekretär. Die Zeit des Schrumpfens bei der Bundeswehr sei vorbei, die Trendwende eingeleitet, betonte er. „Das gilt sowohl fürs Personal als auch das Material.“

Silberhorn nutzte seinen Besuch auch, um mit den stationierten Soldaten ins Gespräch zu kommen und sich so aus erster Hand zu informieren. Lob hatte er zudem für die Gemeinde übrig. „Wir sind als Bundeswehr gern dort stationiert, wo wir auch willkommen sind“, sagte er zu Altenstadts zweitem Bürgermeister Sepp Reich. „Es ist schön zu sehen, dass das hier der Fall ist.“ 

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