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Großes Pferd und Minipferd begrüßen die Zuschauer.

Zirkus Alfons William gastiert in Altenstadt

Wegen Corona: Reduzierte Platzzahl unter der Zeltkuppel

Während von draußen der Regen an die Zeltwand prasselt, dröhnt drinnen laute Musik, Pferde sausen durch die Manege und Artisten schlagen Saltos: Der Zirkus Alfons William macht zur Zeit in Altenstadt auf dem Festplatz neben dem Sportgelände Station.

Altenstadt – Es ist erst der zweite Ort, den die Zirkusleute seit der Corona-Krise besuchen.

„Über drei Monate lang durften wir überhaupt nicht auftreten“, erzählt Kimberley William, ihrem Schwiegervater gehört der Zirkus. Eine schwierige Zeit, weil die Einnahmen komplett wegbrachen. Die Familie hielt sich mit Spenden über Wasser, bot notgedrungen einen Streichelzoo an und hat die auftrittsfreie Zeit genutzt, um zu renovieren und neue Nummern einzustudieren.

Vier Stühle balanciert der Artist auf seinem Kinn.

 „Und jede Woche haben wir beim Gesundheitsamt angerufen und gefragt, wann wir wieder auftreten dürfen“, so William. Vor etwa zwei Wochen gab es grünes Licht – verbunden mit einigen Auflagen.

Beim Betreten des Zirkuszeltes müssen alle Besucher ab sechs Jahren eine Maske tragen. Die dürfen sie aber sobald sie sitzen abnehmen, erklärt Kimberley William. Außerdem wurde die Sitzplatzzahl rigoros reduziert. „Eigentlich würden 600 Menschen in das Zelt passen“, so William. Jetzt ist nur für 200 Personen bestuhlt. Mehr dürfen sie nicht hineinlassen.

Etwa 80 Zuscher bei der Premiere am Donnerstag

Doch die Sitze reichen locker aus. Jeweils fünf Stühle stehen nebeneinander, damit auch Familien zusammensitzen können. Zwischen den Stuhlgruppen ist ausreichend Abstand, sowohl zur Seite, als auch nach vorne und hinten.

Auch wenn sich das Wetter für einen Zirkusbesuch anbieten würde, bleiben bei der Premiere am Donnerstagnachmittag viele Plätze unbesetzt. Etwa 80 Menschen, meist aus der Region, sind zur der Vorstellung gekommen. Meist Familien mit kleinen Kindern. 

„Wir sind damit sehr zufrieden“, sagt William. Sie freut sich, dass überhaupt wieder Leute kommen dürfen – und das auch tun. Auch in Dießen am Ammersee, wo der Zirkus zuvor gastiert hatte, reichten zwar die Plätze immer aus – aber sie mussten auch nie vor überwiegend leeren Rängen auftreten.

Schauen fasziniert zu (v.l.): Ronja, Jennifer, Maja, Sophie und Christiane aus Schongau. 

Allgemein kämpfen Zirkusse schon seit Längerem mit immer weniger Besuchern, stehen unter anderem wegen der Tierdressur oft in der Kritik. Für Familie William gehören Tiere aber unbedingt zu einem Zirkus dazu, das machen sie auch auf den Karten klar. „Ein Zirkus ohne Tiere wäre wie ein Himmel ohne Sterne“, finden sie. Rund 40 Tiere gehören zum Zirkus. Darunter Pferde, Miniponys, Kamele und Lamas.

Besonders die Pferde haben es der dreijährigen Sophie angetan, die den Zirkus zusammen mit ihrer Mutter besucht. „Ich liebe Pferde – und Einhörner“, verkündet sie in der viertelstündigen Pause und hofft, dass auch in der zweiten Hälfte der Vorstellung noch einige Ponys und Pferde auftreten werden.

Von Altenstadt nach Peißenberg

Maja und Ronja hat hingegen vor allem die Artistin gefallen, die an einem Reifen durch die Lüfte schwebte. „Das will ich auch mal machen“, erzählen sie. Überhaupt gefällt es ihnen gut, bestätigen sie kopfnickend.

Noch bis Sonntag, 19. Juli, gastiert der Zirkus Alfons William in Altenstadt, anschließend geht es weiter nach Peißenberg.

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