Volkstrauertag in Altenstadt: Walter Taubenberger und Oberstleutnant Udo Francke legten am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof neben der Basilika Kränze nieder.
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Volkstrauertag in Altenstadt: Walter Taubenberger und Oberstleutnant Udo Francke legten am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof neben der Basilika Kränze nieder.

Volkstrauertags-Feier in Altenstadt in kleinerem Rahmen

Zeichen gegen das Vergessen

Der derzeitigen Situation um die Corona-Pandemie angepasst, fielen am Volkstrauertag auch die Gedenkfeiern für die Opfer der Kriege nicht nur in Altenstadt, sondern auch in den umliegenden Gemeinden kleiner aus als sonst üblich.

Altenstadt – In Altenstadt hat der örtliche Soldaten- und Veteranenverein zusammen mit der Gemeinde und Vertretern der Bundeswehr die kleine Gedenkfeier organisiert. „Als Zeichen gegen das Vergessen“, sagte Oberstleutnant a. D. Walter Taubenberger. Der Vorsitzende des 136 Mitglieder zählenden Altenstadter Soldaten- und Veteranenvereins machte deutlich, dass sich Deutsche und Europäer mittlerweile über 75 Jahre Abwesenheit von Krieg in Deutschland freuen können.

Die Gräber der über 55 Millionen Opfer der beiden Weltkriege machten deutlich, dass es kein Krieg aus machtpolitischen, wirtschaftlichen, religiösen oder sonstigen Gründen wert sei, ausgefochten zu werden. Nur ständiges Reden miteinander, beharrliche und geduldige Diplomatie auf der Basis eigener Stärke könne auf Dauer eine friedliche Welt garantieren.

Die Anteilnahme sollte allerdings nicht nur den Opfern der vergangenen Kriege, sondern auch den mittlerweile 116 Soldaten der Bundeswehr gelten, die im Einsatz für ein friedliches Zusammenleben der Völker ihr Leben verloren hätten.

Taubenberger legte namens des Soldaten- und Veteranenvereins sowie Oberstleutnant Udo Francke namens des Stützpunktes Luftlande- und Lufttransport am Ehrenmal im alten Friedhof neben der Basilika Kränze nieder. Lukas Strobl von der Altenstadter Musikkapelle intonierte dazu das Lied von guten Kameraden, eine Abordnung des Soldaten- und Veteranenvereins senkte dazu die Fahnen.

In lockerer Formation versammelten sich danach die Teilnehmer am Kriegergrab neben dem Rathaus. Vieles sei derzeit reduziert, betonte Altenstadts Bürgermeister Andreas Kögl, dennoch wolle man der Gefallenen auch in kleinem Kreis gedenken. Er bedankte sich für die Abordnung des Stützpunktes Luftlande- und Lufttransport mit ihrem Stützpunktleiter Udo Francke. Und er fügte an, für ihn sei es immer eine Freude, wenn er die Soldaten in Uniform am Standort sehe.

Walter Kindlmann

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