+
An der Schnalz: Ab Dienstag gilt eine Sperrung zwischen den beiden Ammerbrücken Böbing und Rottenbuch

Ab Dienstag zwei Wochen lang

Ammer für Wassersportler bis Anfang August gesperrt

Böbing/Rottenbuch - Kanuten und Kajakfahrer aufgepasst: Ab dem morgigen Dienstag ist der Ammerabschnitt zwischen den Brücken in Böbing kurz vor Peißenberg und Rottenbuch außer an den Sonntagen für zwei Wochen gesperrt.

Die Pressemitteilung aus dem Landratsamt Weilheim-Schongau kam heute Vormittag: Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten arbeiten in den kommenden zwei Wochen am sogenannten "Böbinger Stiefel". Zwischen der Rottenbucher und der Böbinger Ammerbrücke kurz vor Peißenberg muss Holz von der Böbinger Seite auf die Peitinger Seite gebracht werden. Dies geschieht mit einer Seilbahn. Um die Wassersportler - vom Kanu bis zum Kajak - nicht durch herabfallende Baumstämme zu gefährden, ist der gesamte Bereich gesperrt - außer an den Sonntagen.

Es ist bereits die zweite Sperrung in diesem Jahr, doch noch immer sind es viele Festmeter Holz, die durch Sturm "Niklas" in den Wäldern liegen. 700 Festmeter Holz müssen herausgeholt werden, "das sind etwa 800 Bäume", schätzt Meinhard Süß vom Forstamt Oberammergau. Der Sturm hat in der Region ganz schön gewütet: Rund um den Hohen Peißenberg lagen etwa 65.000 Festmeter Holz durch den Windbruch, der Sturm hat in etwa  70.000 Fichten umgelegt, wovon laut Süß 35.000 im Bereich der Ammer liegen und 35.000 nördlich von Hohenpeißenberg.

Das Problem ist an der Ammer nicht nur der Abtransport, denn auf Böbinger Seite gibt es keine Forststraßen. Problem ist auch, dass das Zeitfenster so klein ist. Meinhard Süß: "Wegen des Borkenkäfers muss der Windbruch so schnell wie möglich raus, aber wir müssen auch Rücksicht auf den Kiesbank-Brüter nehmen. Wegen der Brutzeit haben wir die Arbeiten schon rausgeschoben, jetzt pressiert's."

Elke Robert

Auch interessant

Kommentare