Junge Frau aus Bernbeuren

Anna Straif war fünf spannende Monate in China

Bernbeuren –  Die 21-jährige Anna Straif aus Bernbeuren hat heuer ein fünfmonatiges Studiensemester in China an der Universität in Peking verbracht. Mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken ist sie aus dem Land des Lächelns zurückgekehrt.

Chinesisch? Das ist für Anna Straif mittlerweile keine fremde Sprache mehr. Als sie vor knapp drei Jahren schon einmal für drei Monate in China lebte und mit der chinesischen Sprache in Berührung kam, „da wusste ich, wie sehr ein derartiger Aufenthalt im Zielland die sprachlichen und auch die kulturellen Kompetenzen fördern kann“, erzählt die junge Studentin aus dem Auerbergland.

Die 21-jährige Anna Straif aus Bernbeuren hat bei ihrem Aufenthalt in China viel erlebt und vor allem gelernt. 

Am Ende ihres fünfmonatigen Studienaufenthalts (nach den Abschlussprüfungen) blieb Anna Straif noch für weitere zwei Wochen im Land, reiste mit Bekannten für einige Tage in die Mongolei und besichtigte im Anschluss daran, als sie in Peking Besuch von ihrer Schwester Julia bekam, ein paar der so unglaublich vielen Sehenswürdigkeiten Pekings.

Am Gymnasium in Marktoberdorf hat Anna Straif 2013 ihr Abitur gemacht und nach einem dreimonatigen China-Aufenthalt in Würzburg 2014 mit ihrem Studium begonnen. Der Studiengang heißt „Modern China“.

Das ECLC-Programm (European Chinese Language and Culture-Programm) ermöglicht den Studenten des angehenden vierten Semesters, an der School of International Studies (SIS) der Peking-Universität an einer intensiven Sprachausbildung durch chinesische Lehrkräfte und an anderen inhaltlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Vokabeln pauken und Freunde treffen

Anna Straif buchte insgesamt sechs Kurse, jeder davon auf Chinesisch gehalten. „Abseits des Unterrichts an der Universität selbst musste ich regelmäßig Hausaufgaben in Form von Aufsätzen, Interviews oder anderen Übungen abgeben und fleißig nacharbeiten, zumeist eine große Menge an neuem Vokabular“, erzählt die 21-jährige Studentin.

In ihrer Freizeit in Peking ging Anna Straif oft auf dem großen Campus der Uni spazieren oder lernte dort auf einer Bank im Park. „Bei dieser Gelegenheit lernte ich nahezu jedes Mal neue Menschen und letztendlich auch chinesische Freunde kennen und erfreute mich immer sehr an der Offenheit und Freundlichkeit der Chinesen“, berichtet die junge Bernbeurerin.

Ihr Fazit: „Sowohl beim Studienleben als auch mein Freizeitleben in Peking gestaltete sich als durchaus fordernd, aber auch unglaublich spannend und ereignisreich. Ich werde es auf jeden Fall missen.“

Auch im Beruf will sie von der Sprache profitieren

Wie geht es jetzt für Anna Straif weiter? „Wenn ich 2017 mit dem Bachelorstudiengang in Würzburg fertig bin, möchte ich möglichst im Anschluss einen Masterstudiengang anhängen, da ich meine Chinesischkenntnisse noch erweitern möchte“, so die 21-Jährige. Möglicherweise besteht dazwischen noch einmal die Möglichkeit, nach China zu fliegen. „Ansonsten hoffe ich, in Zukunft einen Beruf zu finden, der mit China zu tun hat und bei dem ich meine chinesischen Sprachkenntnisse anwenden kann“, verrät Anna Straif. Die meisten Chancen sieht sie dabei in der Wirtschaftsbranche, ist sich aber noch nicht sicher, ob das das Richtige für sie ist. Deswegen lassen sich ihre beruflichen Ziele oder Aussichten noch nicht ganz klar konkretisieren.

Michael Gretschmann

Rubriklistenbild: © dpa

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