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So soll der neue Hochbehälter aussehen: Zwei Edelstahlbehälter zu je 300 Kubikmeter und Holzmantel.

Gemeinderat Apfeldorf

Mit neuem Hochbehälter mehr Druck

Apfeldorf - In Apfeldorf sind die Druckverhältnisse für die Wasserversorgung katastrophal. „Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert“, sagt Bürgermeister Georg Epple. Wenn es nach Bürgermeister und Gemeinderat geht, könnte sich das bald ändern.

Um in Zukunft eine zuverlässige Wasserbereitstellung mit gleichmäßigem Druck und in bester Trinkwasserqualität zu gewährleisten, hat Planer Wolfgang Bucher (Dießen) einen Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von 600 Kubikmetern in einer Höhe von 737 Metern vorgeschlagen. Örtlich gesehen oberhalb des bestehenden Raiffeisen-Lagerhauses.

Die geforderten Behältervolumen werden  über zwei Edelstahlbehälter, deren Mantel im Wickelverfahren wellfrei und glatt verschweißt werden, erreicht. Die Behälterhöhe beträgt 6,20 Meter bei einem Durchmesser von acht Metern. Die vollständig geschlossenen und nur über einen mannshoch zugänglichen Behälter besitzen ein siphoniertes Überlaufsystem mit Be- und Entlüftung über ausreichende Filtersysteme. Des Weiteren ist eine halbautomatische Hochdruckinnenreinigung eingebaut.

Niedrige Kosten und hohe Lebensdauer

Das Bauwerk besteht aus einem Betonbau als Wannenkonstruktion mit einer Vertiefung für die Rohrleitungsinstallationen. Die gesamte Anlage mit den beiden Behältern ist ummantelt in einer Art Hütte in Holzständerbauweise.

Die Vorteile hat Bucher dem Gemeinderat erläutert: Hervorragende Wasservermischung durch tangentiales Einlaufsystem, kontrollierte Be- und Entlüftung der Speicherbehälter über Filtersysteme, keimabweisende homogene Oberfläche, konstante Wasser- und Raumtemperatur durch isolierte Gebäude und vor allem niedrige Kosten für Betrieb und Wartung sowie hohe Lebensdauer.

Vom bestehenden Pumpwerk zum neuen Hochbehälter wird eine neue Zulaufleitung im kostengünstigen Pflugverfahren seitlich der bestehenden asphaltierten Feldwege verlegt.

Um den Ortsteil Apfeldorfhausen an die obere Druckzone anzubinden, wird vor dem Druckminderschacht in der Schloßbergstraße eine Bypass-Leitung im offenen Graben bis zur Einmündung zum Rauhenlechsberg in die Schloßbergstraße verlegt. Kosten rund 108 000 Euro.

Noch gibt es keine Entscheidung

Was indes die Kosten für den Hochbehälter in Edelstahlbauweise anbelangt, so liegt Buchers Schätzung bei etwa 775 700 Euro brutto. Ein konventioneller Hochbehälter in Betonbauweise würde 70 000 Euro weniger kosten. Die Kosten für die notwendigen Leitungen zum Pumpwerk kommen, so Buchers Schätzung, auf weitere 240 000 Euro.

Entschieden hat der Gemeinderat noch nichts. „Aber mit diesen Zahlen können wir etwas anfangen“, sagte Epple auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Wolfgang Bucher empfahl, die Zahlen hinsichtlich möglicher staatlicher Zuschüsse genau zu studieren. „Es lohnt sich.“

Walter Kindlmann

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