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Im Haus der Schwestern Abby und Martha Brewster (Henriette Beltz und Lisa Krötz) geht es mit ihren Neffen Jonathan (Rüdiger Gerstung, links) und Teddy (Markus Wagner, stehend) sowie einem falschen Arzt (Johann van der Boogart) skurril zu. 

Theaterabend

Viele Leichen im Keller

Einen rundum gelungenen Theaterabend zur Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ gab es in Apfeldorf.

Apfeldorf – Wer hat schon 13 Leichen im Keller? Beim erfrischend anderen Theater in Apfeldorf kommt man zwangsläufig zu der Überlegung, ob das Sprichwort von den „Leichen im Keller“ aus der Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ stammt.

Die beiden Hauptdarstellerinnen Lisa Krötz und Henriette Beltz spielen die betagten Schwestern Brewster in ihrem fürsorglichen Handeln so normal, dass es für die Zuschauer zu einer schaurig-skurrilen Unterhaltung wird. Die Handlung spielt im Brooklyn der 1940er Jahre, und um die Besucher in die Szenerie einzuführen, tritt Paul Dötsch-Perras zunächst als amerikanischer Präsident Teddy Roosevelt auf. Denn im Haus lebt der verrückte Neffe Teddy Brewster, der sich als Roosevelt ausgibt und ständig im Keller den Panama-Kanal gräbt.

Selbst der Pastor Dr. Harper bescheinigt den Brewster-Schwestern, „von ihnen kann man erfahren, was reine Güte und Hilfsbereitschaft bedeutet“. Dann entdeckt der zweite Neffe Mortimer plötzlich eine Leiche in der Sitzbank, und die Tanten erklären, wie sie selbstlos einsamen Männern zum ewigen Frieden verhelfen. „Auf vier Liter Holunderwein nehme ich einen Teelöffel Arsen, einen halben Teelöffel Strychnin und eine Prise Zyankali“, sagt Martha Brewster. „Teddy bringt sie nach Panama und es bekommt auch jeder im Keller eine schöne Beerdigungsfeier“, ergänzt Abby Brewster, wie sie die Leichen dann verschwinden lassen.

Diese „Idylle“ in dem amerikanischen Stadthaus stört dann aber der verschollene dritte Neffe Jonathan, der ebenfalls eine Leiche im Kofferraum hat. Es werden Leichen geschleppt, Widersacher gefesselt und immer wieder sind die Polizisten zu Gast, die das irrwitzige Durcheinander stören. Irgendwann kommen die Brewster-Tanten und ihr aus dem Gefängnis entflohener Neffe Jonathan drauf, dass sie zwölf Morde begangen haben. Jetzt bleibt den Theaterbesuchern vorbehalten, wer da noch den dreizehnten draufsetzen kann.

Die passende Musik der „Swing Combo“ aus der Trachtenkapelle und die kulinarischen Schmankerln ergänzen einem rundum gelungenen Theaterabend, doch bei der Länge des Stückes bis 23.30 Uhr blieb hinterher leider niemand mehr sitzen. em

Weitere Aufführungen

sind am 9./10./11./16. und 17. November jeweils um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle. Reservierungen unter www.Theater-Apfeldorf.de oder Tel. 08869/1378.

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