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Selbst gebastelte Blumen mit guten Wünschen hatten die Kinder für Ex-Busfahrer Erwin Zwick (r.) dabei.

Fest für langjährigen Busfahrer

Zum Abschied viel Lob für „Zwicki“

27 Jahre lang fuhr Busfahrer Erwin Zwick in Apfeldorf und Kinsau die Schulkinder. Sie verabschiedeten sich mit einem Fest von dem beliebten 70-Jährigen.

Apfeldorf„Guten Morgen, ihr Leute“: So ertönte es aus dem Pausenhof der Apfeldorfer Grundschule, als die erste 2. Klasse ihr Lied anstimmt zur Verabschiedung des beliebten Busfahrers Erwin Zwick. Ohne die erkrankte Schulleiterin stellte die Lehrergemeinschaft mit dem Elternbeirat in den letzten Schultagen vor den Pfingstferien ein berührendes Abschiedsfest zu Ehren von Erwin Zwick zusammen. Alle nennen ihn liebevoll „Zwicki“ – und 27 Jahre lang hat er die Kinder der zweihäusigen Grundschule Kinsau und Apfeldorf gefahren, sie zu Ausflügen, zum Baden und zu Waldtagen stets unfallfrei und zuverlässig mit dem weißen Bus kutschiert. Nun heißt es sowohl für den in die Jahre gekommenen Bus wie auch für den 70-jährigen, äußerst beliebten Bus-Chauffeur Abschied nehmen.

An der Grundschule Apfeldorf ertönte das Begrüßungslied der Klasse 2 und 3. Mit lobenden, dankenden und schönen Worten führte Claudia Schenk durch das Programm. „Zwicki“ wurde nicht nur von den Schülern und Kindergartenkindern, sondern auch vom Sekretariat, Schulleitern sowie Lehrern, die derzeit hier arbeiten und früher an den beiden Schulen und Kindergärten tätig waren, rührend mit Anekdoten und einem „Zeugnis“ verabschiedet. Im „Zeugnis“ hieß es: „nicht nur bestanden – stets aufgeweckt, gut gelaunt, tagtäglich rasant, jedoch sicher unterwegs war der Busfahrer“. Ihm wurden lauter „sehr gut“ in puncto Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Pünktlichkeit und Kommunalpolitik bestätigt. „Das Ziel ist erreicht, ,Zwicki’ darf in den wohlverdienten Ruhestand“, hieß es im Namen des Kollegiums.

Neben einem extra gedichteten Lied „rata-ta-ta-ta…“ gab es einen Gutschein für eine Mondscheinfahrt auf dem Staffelsee. Im Abschiedskomitee waren die Bürgermeister von Kinsau, Marco Dollinger, und aus Apfeldorf, Georg Epple, der sich bei Erwin Zwick für die umsichtige Fahrweise bedankte. „Sicherheit geht vor, bei ,Zwicki wusste man die Kinder gut aufgehoben.“

Jede Klasse hatte sich für den beliebten Busfahrer etwas einfallen lassen. Sie alle sangen gemeinsam das „Busfahrerlied“. Bianca Mack, Vorsitzende des Elternbeirats, hatte einen Bildergruß und Irmgard Latzko, Leiterin des Kindergartens Kinsau, hatte zwei „boarische Liadl“ für Zwick dabei. Zuletzt trat der „frischgebackene Rentner“ ans Mikrofon, um sich zu verabschieden. Zwick dankte seiner Familie und dem Schutzengel „da oben“. „Der Bus ist alt, ich bin alt, wir gehören weg“, so Zwick. Mit den Bürgermeistern habe alles geklappt, mit den Lehrerinnen war es immer schön, von Albert Hutterer dem damaligen Schulleiter habe er die ersten beiden Klassenfotos bekommen, die Tradition wurde weitergeführt und nun sei es bereits ein ganzer Ordner, meinte Zwick.

Jedes Kind hatte für den 70-Jährigen zum Abschied eine gebastelte Blume mit guten Wünschen mitgebracht. In einer Endlosschleife lief der 2016 entstandene Kurzfilm „Zwei Schulen- eine Heimat“, in dem Busfahrer „Zwicki“ gut wegkam. „Wie berichtet, hatte Erwin Zwick 27 Jahre lang die Kinder sicher in die Schule und zurück gefahren. Sein Nachfolger als neuer Schulbusfahrer ist Richard Bals.

Gisela Klöck

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