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Klare Ansage des Rathauses: Der Gemeinderat hat laut Bürgermeister entschieden, dass die Baulandausweisung in den nächsten Baugebieten ausschließlich für Apfeldorfs junge Familien zur Verfügung stehen soll.

Serie zur Ortsentwicklung (2) 

Apfeldorfer bleiben lieber unter sich

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Apfeldorf.

Apfeldorf „Der Gemeinderat hat festgelegt, dass die Baulandausweisung in den nächsten Baugebieten ausschließlich für Apfeldorfs junge Familien zur Verfügung stehen soll“, erklärt Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple die Strategie des Rathauses. Die daraus entstehende Entwicklung des Ortes werde zeigen, „ob es auch umsetzbar ist, zukünftige Aufgaben schultern zu können“.

Zuzug junger Familien

Jungen Familien von außerhalb bleiben in Apfeldorf in Zukunft wohl eher außen vor. Zumindest, wenn es um Gemeindegrund geht: Ihr Zuzug sei „derzeit nur in außergewöhnlichen Einzelfällen gewünscht“, sagt der Rathauschef.

Senioren

Für die ältere Generation hält Apfeldorf vor allem gesellige und sportliche Angebote bereit: Der Bürgermeister nennt unter anderem zum Beispiel Seniorennachmittage, „Ü80-Partys“ im Pfarrhof und die Angebote des Sportvereins.

Einheimische

Apfeldorf bietet seinen Bürgern ein Einheimischenmodell. Derzeit werde es für das neue Baugebiet im Bereich des Unterdorfes modifiziert, so Epple. In den nächsten Monaten werde es beschlussreif sein, kündigt der Bürgermeister an. Es handele sich um zehn bis zwölf Bauplätze, „die voraussichtlich 2018 baureif sein werden“.

Baulandund Verdichtung

Eine Verdichtung im Ortskern hält der Rathauschef nur eingeschränkt für möglich. „Und auch nur dann, wenn Grundstücksbesitzer freiwillig Grundstücke zu annehmbaren Preisen an die Gemeinde abgeben“, macht er klar. Ansonsten sei die Gemeinde in diesem Bereich nicht handlungsfähig. „Die Grundstückspreise entscheiden letztlich auch über den Baulandpreis an die Interessenten“, so Epple. Derzeit sei nicht bekannt, wer privaten Baugrund veräußere.

Die Gemeinde sieht der Rathauschef mit rund zehn Bauplätzen zurzeit gut ausgestattet. Die Preise für Baugrund liegen seinen Angaben nach in gemeindlicher Hand bei zirka 110 Euro und im Privatbereich bei bis zu 250 Euro pro Quadratmeter.

Infrastruktur

Die derzeitige Infrastruktur im Ort hält Epple für Apfeldorfs Bevölkerungsentwicklung „noch ausreichend“. Man sei bestrebt, „die Gemeinwohlökonomie für unsere Bürger möglichst maßvoll zu gestalten“. Dies sei natürlich nur dann möglich, „wenn auch viele Bürger das gemeinsame vorgenannte Ziel mittragen“, appelliert er an die Einwohner im Ort.

Gewerbeansiedlung

An größerem Gewerbe mangelt es in der Gemeinde Apfeldorf, und das schmerzt den Rathauschef besonders: „Wir sind von der Topografie äußerst ungünstig gelegen und kämpfen seit Jahren mit den Behörden um eine Genehmigung für ein zusammenhängendes Gewerbegebiet. Leider bisher erfolglos“, bedauert der Bürgermeister. Die Folge: „Das bedeutet für uns, dass nahezu alle berufstätigen Apfeldorfer nach auswärts pendeln müssen.“

Teil 1: Altenstadt

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