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Stellte den Masterplan vor: Karl Manstorfer (li.) mit Bürgermeister Georg Epple in der Gemeinderatssitzung.

Breitbandausbau Apfeldorf

Ein kostenloser Masterplan muss her

Die Gemeinde Apfeldorf wird ein Angebot zur Erstellung eines Masterplans beim Breitbandausbau annehmen, der den Anschluss aller Gebäude einplant. Der Staat fördert dieses Gesamtkonzept zu hundert Prozent.

ApfeldorfIn Apfeldorf will man in Sachen schnelles Internet in die Champions League – so viel hat man bei vorhergehenden Planungen und Förderanträgen schon vorgebaut. Mit dem erfolgreichen Förderbescheid kam nun jedoch der Hinweis, dass das entsprechende Leistungsbild komplett erbracht werden muss. Dazu war nun Karl Manstorfer von der Regensburger Firma IK-T in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu Besuch. Er stellte das Angebot seiner Firma vor: Das Gesamtkonzept der Breitbandversorgung inklusive dem Anschluss jedes Gebäudes in der Gemeinde Apfeldorf. Offiziell: Die „Erstellung eines FTTB- (also Gebäude)/FTTH- (also Wohnraum)-Konzepts und Masterplans“. Dies, „damit hinterher alle Rohre und Leitungen homogen zusammenpassen und die Anschlussstellen tatsächlich zusammenlaufen“, sagte Manstorfer. Damit vermeide man auch spätere Nacharbeiten und Zusatzkosten.

Die gute Nachricht: Die Bundesregierung, so Manstorfer, habe für diese Planungen bis zu 50 000 Euro vorgesehen, „da bekommen Sie den Masterplan kostenlos“. Im Förderbescheid seien bestimmte Auflagen enthalten, darunter etwa die sogenannten „GIS-Nebenbestimmungen“. Grob gesagt, sind damit Bestimmungen gemeint, die zur räumlich-geografischen Erfassung nötig sind (GIS bedeutet Geoinformationssysteme). Dafür würden knapp 10 000 Euro veranschlagt. Wenn diese erfüllt seien, so Manstorfer, schicke man dies an den Bund, und der erstatte die Kosten der Gemeinde. „Bei einer Gemeinde im Landkreis Miltenberg haben wir das so gemacht, das Geld vom Staat ist eingegangen“, sagte Manstorfer. „Man kann also sagen: Das hat funktioniert.“

Heinrich Keller wollte die Kosten vom Masterplan noch genauer aufgeschlüsselt und fühlte nach: „Was konkret müssen wir bis zu 50 000 Euro aufwenden?“ Laut Manstorfer seien dies knapp 9000 Euro netto für den Masterplan selbst, die genannten Zusatzpunkte (knapp 10 000 Euro) sowie etwa acht Rechtsanwaltsstunden, um einen Vertrag abzustimmen (2600 Euro). „Wir rechnen nur nach Aufwand ab, da kommen wir insgesamt unter 30 000 Euro“, ergänzte Manstorfer. Der zweite Bürgermeister Gerhard Schmid klopfte bei der Gelegenheit noch auf den Busch, ob man nicht auch vom neuen „Höfebonus“, durch den auch Einöden an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen, profitieren könne. Doch da winkte Manstorfer ab. „Das ist für Sie nicht relevant, Sie haben dann ohnehin Vollversorgung.“ Am Ende stimmte man für das Konzept zum Nulltarif und einigte sich auf einen zeitlichen Rahmen: Innerhalb von zwei Monaten solle der Plan erstellt werden, dann wird die Regensburger Firma wieder Kontakt zur Gemeinde aufnehmen.

Klaus Mergel

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