Die aktuelle Mehrzweckhalle soll nach Plänen der Apfeldorfer bald dem modernen Dorfgemeinschaftshaus weichen.
+
Die aktuelle Mehrzweckhalle soll nach Plänen der Apfeldorfer bald dem modernen Dorfgemeinschaftshaus weichen.

Apfeldorf ist einen bürokratischen Schritt weiter

Bürgerwünsche fürs Dorfgemeinschaftshaus

  • Klaus Mergel
    vonKlaus Mergel
    schließen

Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans ist die Planung für das Dorfgemeinschaftshaus in Apfeldorf einen bürokratischen Schritt weiter. Auch Änderungswünsche von Bürgern werden nun eingearbeitet.

Apfeldorf – Der Einstieg ins neue Jahr hatte seine ungemütlichen Aspekte: Wegen Corona tagt der Apfeldorfer Gemeinderat seit Monaten in der Mehrzweckhalle. Und bei der ersten Sitzung des Jahres lief dort – etwas lautstark – die Zusatzgasheizung, „weil die Damen frieren“, wie Bürgermeister Gerhard Schmid begründete. Möglicherweise ein Hinweis mehr darauf, dass die Idee eines neuen Dorfgemeinschaftshauses in der Lechraingemeinde nicht ganz unbegründet ist.

Und es passiert auch etwas: Ein Bebauungsplan muss nun her, und den beschloss man in dieser jüngsten Sitzung aufzustellen. „Denn hier, wo sich die Mehrzweckhalle befindet, existiert bislang kein Bebauungsplan“, erklärte Schmid, „wir werden uns dabei an der umliegenden Bebauung orientieren.“

Letztlich alles ein bürokratischer Akt, aber auch ein Mosaikstein mehr. Details wie die Stellplätze im Außenbereich und deren Belag, nach denen etwa Gemeinderat Richard Ehlich nachfragte, sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt vernachlässigbar. Klar zumindest, dass es mehr sein müssen als die Mehrzweckhalle heute aufweist. Aber Schmid machte klar: „Wir werden natürlich als Kommune mit gutem Beispiel vorangehen, wenn es um entsiegelte Stellplätze geht.“

Entscheidend dagegen eine Gebäudehöhe von 15 Metern, die Dachflächenneigung von zehn Grad und auch der Hinweis, dass erneuerbare Energien vorrangig genutzt werden sollen.

Auch die Bürger und Vereine hatten sich seit der vorherigen Sitzung weiter mit dem Thema Dorfgemeinschaftshaus beschäftigt: Es waren beim Gremium Änderungswünsche eingegangen, darunter vom Sportverein (Abteilung Damengymnastik), vom Theaterverein und auch von einer Einzelperson: „Da möchte ich mich an dieser Stelle für die konstruktiven Vorschläge bedanken“, so Schmid.

Inhaltlich geht es um die Bühne, die Lagerungsmöglichkeiten von Gegenständen und den Lift. Nicht zuletzt auch um die günstigste Situierung der Küche – ein großes Thema, das wohl viele beschäftigte. Hier sollen demnächst Julian Resch, Wirt des Goldenen Apfels“ und diverse Vereinsvertreter in die Sitzung zur Beratung eingeladen werden. Die Änderungswünsche sollen dann vom Architekturbüro Barbist in die Pläne eingearbeitet werden. Schmid fügte sicherheitshalber hinzu: „Aber natürlich alles unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare