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Förderprogramm „Demografiefeste Kommune“: Apfeldorf ist dabei

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Bei der Übergabe der Förderbescheide: (v.l.) Heimatminister Albert Füracker, Gerhard Schmid (Apfeldorf), Corinna Sinken (VG Fuchstal), Erwin Karg (Fuchstal) und Alexander Enthofer (Unterdießen).
Bei der Übergabe der Förderbescheide: (v.l.) Heimatminister Albert Füracker, Gerhard Schmid (Apfeldorf), Corinna Sinken (VG Fuchstal), Erwin Karg (Fuchstal) und Alexander Enthofer (Unterdießen). © Finanzministerium

Als einziger Verbund in Oberbayern sind die Gemeinden Apfeldorf, Unterdießen und Fuchstal in das neue Pilotprogramm „Demografiefeste Kommune“ aufgenommen worden. Ziel ist es, die Gemeinden für die Zukunft fit zu machen. Gefördert werden sollen Maßnahmen, damit Städte, Landkreise und Gemeinden aktiv den demografischen Wandel bewältigen können.

Apfeldorf – Der Zusammenschluss der drei oberbayerischen Gemeinden Apfeldorf, Unterdießen und Fuchstal gehöre zu den Gewinnern des demografischen Wandels, informiert Pressesprecher Dennis Drescher vom Bayerischen Finanzministerium. Es gelte, das Wachstum zu meistern, Neubürger mit langjährigen Bewohnern zusammenzubringen und Identität in den Gemeinden zu bewahren. Der Verbund Apfeldorf/Unterdießen/Fuchstal aus dem Landkreis Landsberg stehe exemplarisch für viele Gemeinden im Umfeld der bayerischen Metropolregionen.

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte den Förderbescheid (bis zu 114 000 Euro) an die Bürgermeister Gerhard Schmid (Apfeldorf), Erwin Karg (Fuchstal) und Alexander Enthofer (Unterdießen). Mit dabei war bei dem Termin in München auch Corinna Sinken von der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal.

Individuelle und maßgeschneiderte Strategien

„Andere Gemeinden wie z.B. in Franken haben mit Abwanderung zu kämpfen, bei uns ist es umgekehrt“, beschreibt Schmid die Situation. Er ist Bürgermeister von Apfeldorf und Geschäftsleiter bei der VG Fuchstal. Die Situation mit Kindergärten und Schulen oder die Seniorenangebote vor Ort seien Bereiche, wo Maßnahmen für eine demografiefeste Kommune ansetzen können. „Wir freuen uns“, kommentiert Schmid die Auswahl der drei Gemeinden und die finanzielle Förderung.

Mit individuellen und maßgeschneiderten Strategien soll die Herausforderung angenommen werden. Das Heimatministerium unterstützt die Teilnehmer bei der zukunftssicheren Ausrichtung mit insgesamt über 1,2 Millionen Euro, erklärte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Förderbescheidübergabe an die zehn Pilotkommunen in der Allerheiligen-Hofkirche in München.

In vier Schritten zu einem Konzept

Die Erkenntnisse des Pilotprojekts sollen daher auch anderen bayerischen Kommunen zugänglich gemacht werden. Sieben Gemeinden bzw. Gemeindezusammenschlüsse (bis zu 20 000 Einwohner) auf jeden Regierungsbezirk verteilt, eine Region, ein Stadtteil einer Großstadt (über 100 000 Einwohner) sowie ein Landkreis treten in der ersten Förderphase – exemplarisch für ganz Bayern – dem demografischen Wandel vor Ort aktiv entgegen. Sie haben das Thema als Herausforderung für sich erkannt, planen erste eigene Maßnahmen oder haben schon manche umgesetzt.

In vier Schritten soll eine Heimat- und Demografiestrategie entwickelt werden, die auf die unterschiedlichen Herausforderungen passt: Analyse der Situation vor Ort, breiter Beteiligungsprozess, Erarbeitung von Strategien mit externer Beratung und das Anstoßen erster Maßnahmen. Die Kommunen werden dabei vier Jahre begleitet.

Die Dringlichkeit des Themas demografischer Wandel zeige sich an der großen Resonanz, hieß es dazu. Über 100 Gemeinden hatten sich für das Pilotprogramm beworben.

Johannes Jais

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