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Johann Walter wurde von Ministerpräsident Markus Söder ausgezeichnet.

Bayerische Staatskanzlei

Ehrenzeichen für Ehrenamtliche

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Viele Menschen engagieren sich im Schongauer Land ehrenamtlich. Als Anerkennung ihrer Verdienste bekamen einige nun das Ehrenzeichen von Ministerpräsident Markus Söder überreicht.

VON ELENA SIEGL

Lechrain/MünchenIm Sportverein, Pfarrgemeinderat, Veteranenverein und als Kirchenpfleger hat Johann Walter schon gearbeitet. Alles ehrenamtlich. Für sein Engagement wurde der Denklinger nun zusammen mit rund 90 anderen Ehrenamtlichen aus Bayern von Markus Söder ausgezeichnet: Mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Es wird seit 1994 jährlich verliehen, als Anerkennung für eine mindestens 15-jährige, hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit. Personen, die sich kulturell, sportlich, sozial, oder anders gemeinnützig engagieren, können für den Erhalt des Ehrenzeichens vorgeschlagen werden.

Dass das Ehrenamt durch die Verleihung gewürdigt wird, freut Walter. Er kennt auch die andere Seite: Häufig werde das Engagement von Vereinsvorsitzenden und anderen Ehrenamtlichen als selbstverständlich gesehen, die Menschen lieber kritisiert als gelobt. „Wie viel Arbeit und Zeit dahinter steckt, ist vielen Außenstehenden egal“, sagt Walter.

Trotzdem hat er sich immer gerne engagiert. „Du kannst das doch. Willst du die Aufgabe nicht übernehmen?“, solche Aussagen hat Johann Walter schon oft gehört. „Ich bin ein Typ, der nicht nein sagen kann“, erzählt er und lacht. „Und so kommt man dann zum Ehrenamt. Teilweise war ich sogar in zehn Organisationen gleichzeitig aktiv“.

Mehrere Denklinger wurden ausgezeichnet

Bei der Verleihung in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München ist Walter auf weitere Denklinger gestoßen, die für ihr Engagement ausgezeichnet wurden, darunter auch Franz Megele. Er ist ebenfalls seit vielen Jahrzehnten im Ehrenamt. Angefangen hat er damit bei der Landjugend, mit der er vor vielen Jahren einen Maibaum für das Dorf organisierte. Später engagierte er sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Jagdgenossenschaft. Als 1974 der Gartenbauverein gegründet wurde, war er sofort Mitglied. „Das Interesse für den Verein war gleich da“, erinnert sich Megele. Über 16 Jahre war er schließlich sogar Vorsitzender des Gartenbauvereins.

Franz Megele ist seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv.

Anfang Dezember lag die Einladung des Ministerpräsidenten auf einmal im Briefkasten, erzählt Megele, der nicht damit gerechnet hatte. Wer ihn für die Auszeichnung vorgeschlagen hat, weiß er nicht. Aber er freut sich über die Anerkennung.

Das Ehrenzeichen hat er sich gleich an seinen Anzug gesteckt und wird es auch zukünftig zu besonderen Anlässen tragen.

Ehrenamt bedeutet auch viel Arbeit

Hildegard Bader aus Apfeldorf bekam ebenfalls ein Ehrenzeichen. „Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, im Pfarrgemeinderat mitzuwirken. Seit dem bin ich dabei“, erzählt sie. Seit mittlerweile 24 Jahren, 16 davon als Vorsitzende, organisiert Bader mit dem Rat Veranstaltungen rund ums Kirchenjahr. Zum Beispiel Kaffeerunden, Faschingsfeste, Familienessen oder die Kinderkirche.

Hildegard Bader bekam ein Ehrenzeichen.

„Wir machen sehr viel. Für Kinder, Jugendliche und auch Senioren. Ich finde es einfach schön“, erzählt sie. Überrascht war sie dennoch, dass sie für die Auszeichnung ausgewählt wurde. „Es gibt so viele, die ehrenamtlich arbeiten. Und auch mehr machen als ich. Die Verleihung durch den Ministerpräsidenten ist schon etwas Besonderes.“

Das findet auch Johann Walter. Für ihn kam die Auszeichnung gerade zum richtigen Zeitpunkt. „Jetzt, mit 70, will ich mit dem Ehrenamt aufhören“, sagt er. Der Erhalt des Ehrenzeichens bildet für Walter daher einen schönen Abschluss.

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