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Der Lottogewinn wird in einer lustigen Szene mit vielen Darstellern groß gefeiert. 

53 Laiendarsteller

Feen, Zauberer und der „Lumpazivagabundus“ bieten grandioses Theater in Apfeldorf

Ein grandioses Theater bringen die insgesamt 53 Laiendarsteller derzeit in Apfeldorf auf die Bühne. Aufwändige Kostüme, ein ständig wechselndes Bühnenbild, dessen Umbauten mit einer passenden Musik begleitet werden und eine lustige, fröhliche Szenerie, die aber auch zum Nachdenken anregt.

Apfeldorf – Am Anfang denkt man sich als Zuschauer, „in welches Theater bin ich denn hier geraten?“, als sich Feen und Zauberer mit dem „Lumpazivagabundus“ um die Liederlichkeit der Menschen streiten. Die Fee Fortuna gibt sich nur geschlagen, wenn sie es nicht schafft, zwei von drei lockeren Gesellen zu einem anständigen Leben zu bekehren.

Den drei liederlichen Handwerksburschen Leim, Zwirn und Knieriem  - brilliant gespielt von Thomas Schertich, Christoph Raab und Markus Wagner - gibt Fortuna im Traum eine Glückszahl. „Ich hab’ an Albtraum ghabt, dass ich in 7359 Liter Bier ersauf“, erzählt der Trinkbold Knieriem beim Aufwachen, und so gibt es mit den drei lustigen Burschen immer wieder viel zu Lachen. Mit den letzten Groschen wird die entsprechende Losnummer gekauft, und siehe da, sie bekommen den großen Gewinn. Jetzt wird gefeiert und nach redlicher Teilung wird vereinbart, dass sie sich in einem Jahr wieder treffen.

Zu Beginn des zweiten Aktes befindet man sich dann im noblen Haus des Schneidergesellen Zwirn in Prag, der dort in Saus und Braus lebt und gar nicht bemerkt, wie ihn die elitäre Gesellschaft übers Ohr haut. Der Tischlergeselle Leim geht zurück nach Wien zu seinem Meister Hobelmann, in dessen Tochter er seit langem verliebt ist. Nach anfänglichen Verwechslungen kann er seine Peppi gewinnen und mit dem Geld ein anständiges Leben aufbauen.

Der Schustergeselle Knieriem probiert es erst gar nicht, sein Leben zu verändern, denn bis in einem Jahr vernichtet eh ein Komet die Erde, denkt er. Er wechselt lediglich von Bier zu Wein und Schnaps und taucht nach dem Jahr wieder in seiner verlumpten Handwerkskluft auf.

In das Stück von Johann Nestroy, das in der Biedermeierzeit spielt, hat der Regisseur Delfo Viviani einige Parallelen zur heutigen Zeit eingebaut. So stellt der Knieriem seine Situation in einem Lied dar, übrigens erstklassig gesungen von Markus Wagner, und eine Strophe davon lautet: „Des Klima des draht si, wega dem CO zwei, und die Oberen, dia verdiena dabei.“

Auch der Schneider Zwirn erscheint nach dem Jahr wieder mit leeren Taschen, und obwohl sein Freund Leim ihn bekniet, will der Luftikus sein lockeres Leben nicht aufgeben. Die Fee Fortuna muss sich somit geschlagen geben, doch auch der „Lumpazivagabundus“ wird am Ende des Stückes nachdenklich. „Vergiss’ die Liebe nicht“, lauten seine letzten Worte, doch was es damit auf sich hat, bleibt den Theaterbesuchern überlassen. 

Weitere Vorstellungen

sind am Freitag, 8. November, Samstag, 9. November, Sonntag, 10. November, Freitag, 15. November, und Samstag, 16. November, jeweils um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Apfeldorf. Kartenreservierung per Onlinebuchung unter www.Theater-Apfeldorf.de oder unter der Rufnummer 08869/1378.

Rosi Geiger

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