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Dominik Bauer setzt sich als Kommandant für seine Feuerwehr ein.

Feuerwehr Apfeldorf

70 000 Euro für Schutzkleidung

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Die Feuerwehr Apfeldorf bekommt neue Schutzkleidung. In der jüngsten Gemeinderatssitzung genehmigte das Gremium den Kauf von insgesamt 55 Schutzanzügen.

Apfeldorf Selten sind sich die Apfeldorfer Gemeinderäte so einig, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Und so machten sie jetzt auch Geld locker für neue Schutzkleidung der Feuerwehr. Schon im Juli hatte sich der erste Kommandant Dominik Bauer an den Gemeinderat gewandt: Die Schutzkleidung sei in die Jahre gekommen und würde nicht mehr den Standards von heute entsprechen. In der Sitzung am 27. Juli hatte man bereits der Beschaffung von 15 Anzügen vom Spezialausstatter BAS in Planegg zugestimmt. Der Gesamtpreis liegt bei 19 000 Euro.

Da sich herausgestellt hatte, dass es bei der Firma Lieferengpässe gibt, hakte Bauer in der jüngsten Sitzung noch einmal nach, damit alle Feuerwehrler möglichst bald neue Kleidung bekommen. Denn die, die man im August bestellt hatte, soll erst im Januar 2019 kommen. Der engagierte Kommandant hatte zur Sitzung eine der Jacken mitgebracht, die derzeit im Einsatz sind. Und er ließ die Gemeinderäte gleich das Material befühlen. „Die hier ist etwa 20 Jahre alt, sehr dünnes Material“, so Bauer. „Wir haben derzeit viele verschiedene Hersteller.“ Die Jacken und Hosen würden von Generation zu Generation weitergegeben, „und meine Hose passt mir bis heute nicht richtig“.

Auch der zweite Kommandant Christian Ott war zur Verstärkung erschienen. Er betonte die hohe Qualität der neuen Kleidung. „Der Hersteller hat hier bereits robuste Schlaufen als Vorbereitung für den Rettungsgurt angebracht“, sagte Ott. „Da kann man locker gleich mal zwei Leute raustragen, wenn’s pressiert.“

Der Antrag also: Neben der bestellten Schutzkleidung möge man auch noch weitere 40 Anzüge genehmigen, damit die restliche Mannschaft recht bald auch welche bekommt. Diese dann zum Gesamtpreis von 51 000 Euro. „Wenn die Feuerwehr bessere Kleidung braucht, dann soll sie die bekommen“, sagte Heinrich Keller. „Und ich bin ja sonst nicht als großzügig bekannt.“ Peter Strommer fragte nach, wie lange denn die Kleidung halte. Eine maximale Haltbarkeit gebe es nicht, antwortete Bauer. Renate Riedle dazu: „Das ist ja ein Investment für die nächsten 20 Jahre, die sollten zumindest heute auf dem neuesten Stand sein.“ Der zweite Bürgermeister Gerhard Schmid, der die Sitzung leitete (Bürgermeister Georg Epple fehlte entschuldigt), hatte mit dem Vertreter des Händlers bereits gesprochen: „Der hat uns zumindest zwei Prozent Skonto zugesagt.“ Allerdings falle die Ausgabe ohnehin in das Haushaltsjahr 2019.

Die Abstimmung fiel dementsprechend positiv aus: Mit zehn zu null Stimmen wurde die Anschaffung inklusiv der bereits bestellten Kleidung für 70 000 Euro genehmigt.

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