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Der Schullehrer Matheis Summerer (Markus Wagner, mitte) bietet sich dem Gschwendtnerbauern (Helmut Ehle, links) und seiner Enkelin Stasi (Magdalena Geiger) als Knecht an. Für den rechten Spott sorgen hinterher der Flickschneider und sein Lehrbub (Manfred Schertich und Philipp Stückl).

Gelungene Premiere in Apfeldorf

„Matheis bricht’s Eis“ – ein Theater wie aus dem Bilderbuch

Apfeldorf – Eigentlich ist das Stück „Matheis bricht’s Eis“ ein typischer Bauernschwank, bei dem man schnell abschätzen kann, wie es enden wird. Doch die Apfeldorfer Theaterer haben die Handlung mit viel Spielwitz ausgestaltet, die Gesangseinlagen mit lustigen Texten lassen aufhorchen, und die 21 Spieler sorgen auf der Bühne für so viel Leben, dass es den Besuchern nie langweilig wird.

Gleich zu Beginn erhält der Gschwendtnerbauer die Schreckensnachricht, dass sein Knecht verhaftet wurde und nun für die bevorstehende Erntezeit nicht zur Verfügung steht. Gerade sind der Flickschneider und sein Lehrbub am Hof, die eine solche Neuigkeit natürlich gleich kommentieren.

„Wenn de Knecht sitzen, muaß da Bauer schwitzen“, spottet der Flickschneider. Doch der Gschwendtner hat noch andere Sorgen, denn seine einzige Enkelin Stasi ist recht „extrig“ und weist sämtliche Burschen ab. Der Schullehrer wird gerufen, um ein Schreiben an die Obrigkeit zu formulieren, damit der Knecht möglichst bald wieder freikommt. Da bietet sich der Lehrer Matheis Summerer selbst als Knecht für die bevorstehenden Sommerferien an.

Für Lachsalven im Publikum sorgen die Szenen im zweiten Akt, wo zwei Musikanten, der Flickschneider oder auch der Nachtwächter gut angeheitert von der Kirchweih kommen. „Manderleit, lasst Eich sagen, i woaß jetzt wirklich nimma, wieviel hot es geschlagen“, singt der Nachtwächter und gesteht weiter, „die Nachtwächterei is a Gfrett, drum flack i mi jetzt ins Bett“.

Nach einer Rauferei auf der Kirchweih schaut zu später Stunde noch der Matheis bei der Stasi vorbei und hat ihr vermeintliches Eis im Handumdrehen gebrochen. Großes Herzkino ist dann die Szene, wie das verliebte Pärchen gemeinsam das Lied „Fein sein, beinander bleiben“ singt.

Derweil hat der Großvater schon ein bisserl nachgeholfen und eine Leiter hergerichtet, damit der Matheis Summerer an dem mit viel Aufwand angebauten Bauernhaus zum Fensterln einsteigen kann.

Nach der Pause erscheint dann der Schulrat, dem es überhaupt nicht gefällt, wenn der Lehrer als Knecht arbeitet und deshalb soll der Matheis umgehend versetzt werden.

Wie sich das alles auflöst, bleibt den Theaterbesuchern vorbehalten, die am kommenden Freitag, 10. November, Samstag, 11. November, Sonntag, 12. November, Freitag, 17. November und Samstag, 18. November nochmals Gelegenheit dazu haben. 

Kartenreservierungen

kann man online unter www.theater-apfeldorf.de tätigen oder bei Familie Zwick unter Tel. 08869/1378 telefonisch aufgeben.

Rosi Geiger

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