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Noch winterlich abgedeckt, bald wieder mit frischem Trinkwasser am Plätschern: der Apfeldorfer Dorfbrunnen.

Gemeinderat Apfeldorf

Brunnenwasser darf in Apfeldorf weiter frisch fließen

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Bei der Jahresrechnung 2017 ist der Posten ans Tageslicht gekommen: 800 Euro bezahlen die Apfeldorfer pro Jahr dafür, dass der Dorfbrunnen plätschert – mit Trinkwasser. Den kleinen Luxus, mit dem sich jeden Sommer zahlreiche Radler und Wanderer erfrischen, will man sich jedoch weiterhin leisten.

Apfeldorf – Beim Rechnen kommt gern mal der Sparwille. So erging es Apfeldorfs zweiten Bürgermeister Gerhard Schmid, der in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit drei weiteren Gemeinderatsmitgliedern die Jahresrechnung 2017 auf den Prüfstand stellte. Dabei stießen die vier auf den Dorfbrunnen am Kastanienplatz, der so beschaulich das ganze Jahr plätschert und kein Wässerchen trübt: Aber still die Gemeinde 800 Euro pro Jahr kostet.

Schmid fragte den Gemeinderat um seine Meinung, wie man mit dem Brunnenwasser künftig verfahren solle. Und hatte auch einen Vorschlag: Das Wasser soll fließen – jedoch immer dasselbe. „Könnte man da eventuell nicht eine Umlaufpumpe hinbauen, statt ständig Frischwasser zu fördern?“, fragte Schmid. Dann aber, so ein Einwurf aus dem Gremium, müsste man ein „Kein Trinkwasser-Schild“ anbringen.

Bei diesem Punkt schaltete sich Peter Strommer ein, der seinerzeit schon im Gemeinderat war, als man das Wasser am Brunnen zum Laufen brachte. „Wir haben das damals auch diskutiert und uns dagegen entschieden“, sagte Strommer. Man habe die Pumpe so gedrosselt, dass am Ende des Tages nur fünf Kubikmeter Wasser zusammenkommen.

Und zwar mit einem Regler, der immer wieder kaputt gegangen sei, so erinnerte sich Strommer: „Dann haben wir die Gesamtleistung einfach runtergedrosselt.“

Wasserwart Heinrich Keller klärte dann die Nichteingeweihten endgültig auf, dass die Kosten durch Stromkosten durch die Pumpe entstünden, mit der das Wasser aus dem Tiefbrunnen gepumpt werde – und keine Trinkwassergebühren. Man habe genug Wasser und lasse einfach für die Allgemeinheit ein bisschen Trinkwasser laufen, so habe man seinerzeit gedacht.

„Damals hat man sich so geeinigt, dass die Gemeinde das stillschweigend übernimmt“, sagte Keller. „Wenn das aber so abgerechnet wird, sollte man sich tatsächlich überlegen, ob man das so fortführen kann.“

Schmid plädierte dafür, dass Peter Szikora das Einsparpotential prüfen solle, bevor man überhaupt etwas ändert – aber bitte dabei den Aufwand im Rahmen halten, „damit die Soße nicht teurer wird als der Braten“, so Schmid.

Bürgermeister Georg Epple fand: „Weniger geht halt schon fast nicht mehr, sonst ist es irgendwann kein Brunnen mehr.“ Die einhellige Meinung der Gemeinderäte: Fürs Erste alles so lassen, wie es ist, der Dorfbrunnen wird weiter für durstige Kehlen fließen. Die Radler im Lechrain wird es freuen.

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