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In Apfeldorf hofft man auf Wärme von unten: Die Erschließung des Baugebiets Römerring Nord läuft an.

Gemeinderat Apfeldorf

Zentrale Wärmepumpe für Römerring Nord im Gespräch - Probebohrungen

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Die Gemeinde Apfeldorf realisiert mit großer Zielstrebigkeit ihr neues Baugebiet Römerring Nord: Jetzt wurden die Erschließungsarbeiten vergeben. Kostenpunkt: rund eine Million Euro. Eine Tiefenbohrung soll die Möglichkeit einer Geothermie-Gemeinschaftsheizung abklären.

Apfeldorf – Zwölf Firmen hatten bei der Ausschreibung fristgerecht die Angebotsunterlagen angefordert, sieben Angebote gingen dann auch fristgerecht ein. Der Zuschlag ging – so wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung entschieden – an die Firma Schneider aus Peiting. Mit rund einer Million Euro, abzüglich von 3,5 Prozent Nachlass, war ihr Preis das günstigste Angebot. Und mit 11:0 Stimmen wurde ihr Angebot vom Gremium angenommen.

Wasser, Kanal, Strom und Straßenbeleuchtung werden nun von der Peitinger Tiefbaufirma in den kommenden Monaten installiert. Laut Bürgermeister Georg Epple sollen die Arbeiten so schnell wie möglich über die Bühne gehen. „Je nach Witterung, dürfte die Erschließung dann im Juli abgeschlossen sein“, sagte Epple.

Das bedeutet: Die ersten Bauherren – und Interessenten für die Bauplätze gibt es zuhauf – könnten je nach Lage bereits Mitte des Jahres mit dem Bauen anfangen. Festlegen will man sich im Apfeldorfer Rathaus jedoch nicht: „Du weißt nie genau, was das Wetter macht, das kann in ein paar Monaten auch ganz anders ausschauen“, so Epple.

Zeitgleich mit der Erschließung werden jedoch auf dem Baugebiet Probebohrungen durchgeführt. Denn: In Apfeldorf träumt man von einer zentralen Wärmepumpe. Diese Geothermie-Lösung soll nach Wunsch des Gemeinderats die Neu-Apfeldorfer zentral mit Wärme versorgen. Dies wäre nicht nur eine umweltfreundliche und effiziente Lösung, sondern auch eine kostengünstige. Denn jeder Haushalt würde sich eine eigene Heizungsanlage sparen – welche auch immer der Bauherr favorisiert.

Doch derzeit wird die Errichtung der Anlage von der Gemeinde nicht beauftragt. Vorher müsse man erst überprüfen, ob im Boden genug Wasser da sei. Unter Leitung des planenden Ingenieurbüros Wolfgang Buchner (Dießen) werden in diesem Monat Versuchsbohrungen vorgenommen. „In der Gemeinschaft etwas zu machen, ist immer besser“, findet Epple. „In ein paar Wochen wissen wir mehr.“

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