Für Apfeldorf hat der Gemeinderat die Bereiche abgesteckt, die für ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept in Frage kommen.
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Für Apfeldorf hat der Gemeinderat die Bereiche abgesteckt, die für ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept in Frage kommen. Foto: mergel

Was im Kerngebiet liegt, kann auf Förderung hoffen

ISEK-Gebiet in Apfeldorf festgelegt

  • Klaus Mergel
    vonKlaus Mergel
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Im Apfeldorfer Gemeinderat ist für das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ein Untersuchungsgebiet festgelegt worden. Was in diesem Kerngebiet liegt, kann später voraussichtlich in den Genuss von Förderungen und Steuererleichterungen kommen.

Apfeldorf – Das Ziel des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) ist in erster Linie die Dorfbelebung. Den Apfeldorf Gemeinderat beschäftigt dieses Thema schon seit einigen Jahren.

Die Gemeinden Fuchstal, Hofstetten und Thaining und Apfeldorf hatten sich dabei zusammengeschlossen, um die Dorfentwicklung voranzutreiben. Nicht zuletzt sollen Immobilien- und Flächenbesitzer, die zur Dorfbelebung etwas beitragen, auch davon profitieren. Etwa indem diejenigen, die aufgelassene Hofstellen in Wohnraum umwandeln, mit staatlicher Förderung und Steuererleichterungen belohnt werden.

Federführend beim Konzept war die Gemeinde Fuchstal. Das Konzept an sich, so Apfeldorfs Bürgermeister Gerhard Schmid in der jüngsten Gemeinderatssitzung, der als Kämmerer von Fuchstal bestens mit dem Projekt vertraut ist, sei nun abgeschlossen. Einzelne Projekte daraus könnten nun umgesetzt werden.

In der jüngsten Sitzung legte der Apfeldorfer Gemeinderat fest, auf welchen Raum im Dorf ISEK später zutreffen soll: „Wir sind ein Flächendorf, da sind in dem Untersuchungsgebiet die meisten Teile des Ortskerns dabei“, sagte Schmid.

Die ISEK-Ziele: Leerstandsmanagement, die aktive Beratung der Eigentümer und die Nutzung von lokalen Potenzialen, um Gewerbeflächen zu entwickeln – und zwar in Einklang zur Ortsmittenentwicklung. „Wir wollen, dass sich das Dorf wieder mit Leben erfüllt – trotz des Strukturwandels der Landwirtschaft“, sagte Schmid. Dabei arbeite die Gemeinde mit der Regierung von Oberbayern zusammen, die Förderung selbst soll über die Gemeinde laufen.

Im Jahr 2019 waren Experten in Apfeldorf vor Ort, die unter anderem feststellten, dass das kleine Apfeldorf ein Flächenpotenzial von etwa 30 000 Quadratmetern aufweise. Schmid machte klar, dass es für keinen Immobilienbesitzer einen Zwang gäbe, etwas zu unternehmen: „Man kann, keiner muss. Und es wird auch für niemanden ein Nachteil entstehen.“

Das in der Sitzung abgesteckte Untersuchungsgebiet wird im nächsten Zug in einer Satzung als Sanierungsgebiet festgelegt, dann hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, sich dazu zu äußern. Zudem wird in einer der kommenden Sitzungen ein Sanierungsarchitekt ausgewählt: Drei Angebote von Bewerbern sind dazu bereits eingegangen. „Dieses Thema wird jedoch vertagt, da wir erst die Gespräche mit den Bewerbern führen müssen.“

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