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Die zehn besten angehenden Maurergesellen aus Oberbayern mit den Verantwortlichen der Bauinnung. Christian Szikora aus Apfeldorf (unten kniend ganz rechts) ist einer von ihnen. Er will alle schlagen und zur WM nach Budapest. 

Jahrgangsbester der Innung 

Christian Szikora aus Apfeldorf will zur Maurer-WM

Christian Szikora hat eine Vision: 2018 will der angehende Maurer-Geselle im Deutschen Nationalteam stehen und sich bei der Weltmeisterschaft in Budapest mit Maurer-Kollegen aus aller Herren Länder messen. Die ersten Hürde auf dem langen Weg hat der junge Apfeldorfer schon genommen.

Apfeldorf – Das Mauern hat der 19-jährige im Blut. Elf Jahre war Christian Szikora jung, als ihn sein Opa das erste Mal mit auf die Baustelle nahm und ihm zeigte, wie man ein Wand hochzieht. Dem Buben war sofort klar, was er einmal werden möchte: Maurer, genau wie der Opa! Da spielte es auch keine Rolle, dass sein Vater Zimmerer ist.

Dass der Bursche aus Apfeldorf mindestens so begabt ist wie sein Großvater, ist schon jetzt klar. Jahrgangsbester war Szikora zuletzt bei der Zwischenprüfung der Bauinnung Landsberg, die ihn daraufhin für „besondere Schulungsmaßnahmen“ vorschlug. Der 19-Jährige hatte die Ehre, zusammen mit neun weiteren hochbegabten Maurer-Azubis aus Oberbayern etwas zu lernen, wozu im Alltag nicht viel Zeit bleibt: In einem zweiwöchigen Kurs erstellten die jungen Männer im Februar hochwertiges Sichtmauerwerk und lernten zudem die schwierige Technik des Gewölbebaus näher kennen. Ziel sei es, in den Berufswettbewerben wie „Euro“- oder „Worldskills“ Kandidaten aus Bayern mit guten Voraussetzungen ins Rennen zu schicken, heißt es von der Innung. „Ihr seid die besten Maurer-Auszubildenden aktuell in Oberbayern. Hoffentlich sehe ich euch bei den nächsten Berufswettkämpfen wieder“, spornte Norbert Kees, Sprecher der oberbayerischen Bauinnungs-Obermeister, die jungen Männer an.

Christian Szikora muss man das nicht zweimal sagen. Er ist fest entschlossen und auch zuversichtlich, ins Deutsche Nationalteam berufen zu werden. „Wenn ich das nicht sagen würde, könnte ich ja gleich daheim bleiben“, erklärt der 19-Jährige selbstbewusst. Er steht nun vor einem langen Weg zur WM nach Budapest: Zunächst muss der Apfeldorfer im Sommer Jahrgangsbester bei der Maurer-Gesellenprüfung der Bauinnung Landsberg werden. Dann ginge es für ihn zur oberbayerischen Meisterschaft, die er ebenso für sich entscheiden müsste wie das folgende bayernweite Kräftemessen des Maurernachwuchses. Dann wäre das Tor zur deutschen Meisterschaft offen und das WM-Ticket für Szikora in greifbarer Nähe.

Glücklich schätzen über einen so ehrgeizigen Mitarbeiter darf sich derweil das Bauunternehmen Baab in Apfeldorf, bei dem Szikora lernt. Dem Betrieb will er auch nach der Lehrzeit und erfolgreicher WM auf jeden Fall die Treue halten: „Drei bis vier Jahre bleibe ich als Geselle bei der Firma Baab, dann gehe ich auf die Meisterschule nach München“, erklärt der 19-Jährige den für ihn logischen Weg, auf dem er internationales Edelmetall einsammeln möchte.

Jörg von Rohland 

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