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Bild von oben: Gut vorangegangen sind die Bauarbeiten auf der Lechbrücke bei Kinsau.

Fertigstellung im Oktober

Lechbrücke bei Kinsau: Arbeiten gehen gut voran

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Seit Monaten ist die Lechbrücke zwischen Apfeldorf und Kinsau gesperrt – was für viele Anlieger immer noch große Umwege bedeutet. Doch die Arbeiten gehen gut voran, das Staatliche Bauamt Weilheim rechnet mit der fristgerechten Fertigstellung imOktober.

Kinsau/Apfeldorf – Ruhig ist es derzeit am Lech in Kinsau, sehr ruhig. Zur Mittagszeit, wenn die Bauarbeiter auf der Brücke Brotzeit machen, sogar richtig still. Inzwischen haben sich die Anlieger daran gewöhnt, dass sie von Kinsau aus nicht über den Lech nach Apeldorf und weiter kommen. Die, die sich an die empfohlene Umleitung halten, fahren über Lechmühlen – die „Abkürzer“ über Epfach.

Auf der Brücke ist in der Zwischenzeit einiges passiert, die Arbeiter der LS Bau aus Ziemtshausen waren fleißig: „Wir haben in den vergangenen Monaten die alten Gehwege samt Geländer abgerissen und den Asphaltbelag abgefräst“, erklärt Julia Mair, Projektleiterin am Staatlichen Bauamt Weilheim. Ebenso wurde die Abdichtung zum Beton erneuert, „was relativ kompliziert war“. Denn: Für diese Arbeiten muss es trocken und warm sein. Hier kam dem Bauamt das heiße Wetter der vergangenen Wochen entgegen. „Bei dieser Witterung ist das alles ausgezeichnet gelaufen“, sagt Mair zufrieden.

Zeigt Kinsau als Endstation an: Die sogenannte Plantafel weist an der B17 auf die Sperrung hin.

Außerdem wurden neue Fahrbahnübergänge, die die Ausdehnungen der Brücke ausgleichen, eingebaut. Hier musste man ein wenig aufbetonieren, da eine neuere Technik auf Bitumenbasis verwendet wurde. Die neuen Gehwege mit Geländern sind derzeit in Arbeit. Gerade haben die Arbeiter die Schalungen für den Beton fertiggestellt, der eingefüllt wird.

Mair ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten: Angesichts dessen, dass im August auch bei den Baufirmen viele Leute – vor allem die mit Kindern – im Urlaub sind, laufe es oft personalbedingt aber etwas zäh. Zudem habe man aus Rücksicht auf die Sperrung der Mühlkanalbrücke in Schongau zwei Wochen später als geplant angefangen: „Wir wollten nicht zu viele Sperrungen auf einmal.“

„Dennoch sind wir gut im Zeitplan und werden voraussichtlich im Oktober mit der Lechbrücke fertig sein.“ Neben der Betonierung der Gehwege muss dann noch die Abdichtung der Fahrbahn sowie der Asphaltbelag eingebaut werden. Doch wie das beim Bauen ist: Wenn man mal anfängt, stößt man auf Überraschungen: „Wir haben leider andere Aufbaulasten vorgefunden, als das in den Plänen stand“, sagt Mair. Hier handle es sich um Fehler, die 1980 beim Bau der Brücke gemacht worden sind, sprich: „Die Last war höher, als es die Tragwerksplanung vorsah.“

Doch die Projektleiterin und ihr Team konnten bei dem neuen Aufbau durch Reduzierungen die Last so senken, dass man sich wieder im Soll befindet. „Wir arbeiten hier eng mit einem Prüfingenieur zusammen. Die neuen Lasten entsprechen jetzt der vorgesehenen Statik von 1980.“ Die Sorge, dass etwa ein Szenario wie beim Brückeneinsturz in Genua entstehen könnte, sei also völlig unbegründet. Außerdem: „Das Tragwerk der Brücke an sich ist in einem ausgezeichneten Zustand.“

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Beschwerden über die Beschilderung – überwiegend von Auswärtigen. Etwa Motorradfahrer, die gerne eine Runde über Apfeldorf-Birkland-Schongau gemacht hätten – und dann vor der gesperrten Brücke standen. Mair dazu: „Wir haben an der B 17 zusätzlich eine sogenannte Plantafel aufgestellt, da die Leute oft beim Fahren die Schilder nicht richtig lesen.“ Hier sei Kinsau als letzter Ort vor dem Durchfahrtsverbotssymbol eingezeichnet. Mair bedauert, dass es hier zu Missverständnissen kam. „Aber in der Regel fahren manche Leute an den Gesperrt-Schildern vorbei, bis dann gar nichts mehr geht.“

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