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Nach Großbrand in Apfeldorf: Familie bedankt sich für „einzigartige Hilfsbereitschaft“

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Nur eine Ruine blieb nach dem Brand übrig.
Nur eine Ruine blieb nach dem Brand übrig. Mittlerweile ist ein Absperrzaun um das gesamte Gelände aufgestellt. © Hans-Helmut Herold

Nur eine Ruine ist von dem Bauernhaus in Apfeldorf nach dem Großbrand vergangene Woche übrig geblieben. Jetzt richtet sich Familie Beyer, die alles verloren hat, dankbar an alle Helfer.

Apfeldorf – Genau eine Woche ist es her, dass ein Großbrand in der Gemeinde Apfeldorf wütete. Ein ehemaliges Bauernhaus, das mit viel Hingabe und Liebe zum Detail zum Wohnhaus umgebaut wurde, war das Zuhause von Familie Beyer. Nebst angebauter Scheune, in der sich Geräte für die Holzwirtschaft befanden. Alles wurde am vergangenen Montag ein Raub der Flammen.

Als das Feuer von einem Bekannten bemerkt wurde und er sofort die Feuerwehr alarmierte, war es schon zu spät, noch irgendwelche Habseligkeiten oder persönlichen Dinge aus dem Haus zu retten. Nur das, was die Eheleute am Körper trugen, konnten sie mit ins Freie nehmen. Stunde um Stunde mussten die Elisabeth und Roland Beyer an diesem Tag mit ansehen, wie die Flammen alles zerstörten. Besonders bitter für Elisabeth Beyer, die seit ihrer Geburt dort in ihrem Elternhaus wohnt. 53 lange und glückliche Jahre. Alle persönliche Dinge wurden zu Asche. Alle Bilder, Fotoalben und persönlichen Stücke von den Eltern sind zerstört.

Alle persönlichen Habseligkeiten fielen den Flammen zum Opfer - der Familie blieb nichts, als die Kleidung am Körper

Trotz dieser Situation zeigen sich die Eheleute dankbar. „Wir sind Gott sei Dank mit dem Leben davongekommen“, bemerken Elisabeth und Roland in einer Gästewohnung, wo sie jetzt untergekommen sind. Und fügen sofort an, dass sie eine einzigartige Hilfsbereitschaft von vielen Menschen erhalten haben.

Bei all diesen Menschen möchten sie sich bedanken. Nicht gerade einfach, denn die Hilfsmittel, um persönlichen Kontakt aufzunehmen, sind ja zerstört worden. Alle Daten, die auf dem Computer oder Laptop waren, sind weg.

„Danke“-Sagen nur noch über die Zeitung möglich

So haben sich Elisabeth und Roland entschlossen, ihren Dank an all die Menschen, die so uneigennützig und spontan geholfen haben, über die Zeitung auszudrücken. „Dieser Dank ist bewusst ganz persönlich und ohne große Namensnennungen ausgedrückt, um ungebetene Anrufe von Außen abzuwehren“, so der Gedanke der Eheleute, die folgende Dankesworte formuliert haben:

„Unser herzlicher Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren, besonders dem Einsatzleiter Christian, dem Rettungsdienst mit dem Notarzt, allen Kräften der Polizei, dem Technischen Hilfswerk, den Arbeitern der LEW, dem Baggerbetrieb Kölbl. Natürlich auch unserem „Schutzengel Kreuzbaur Hartl“ (er hat das Feuer entdeckt und alarmiert), allen Nachbarn, Verwandten und Freunden, dem Apfeldorfer Bürgermeister und allen, die uns in irgendeiner Weise unterstützt haben. Wir sind trotz der schweren Stunden überwältigt vom Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft, die wir erfahren durften.“

Hilfe für Familie Beyer

Falls jemand der Familie Beyer in irgendeiner Weise helfen will, bitte mit der Gemeinde Apfeldorf Verbindung aufnehmen. Tel.: 08869-229 oder E-mail: rathaus@apfeldorf.de

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