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Neujahrsempfang in Apfeldorf: Bürgermeister Georg Epple (rechts) dankte den Feuerwehrleuten und überreichte Blumen an die fleißigen Helferinnen Edeltraut Ehle, Heidi Kluge, Anne Epple (vorne von links), die die Veranstaltung vorbereitet und bewirtet haben. 

Neujahrsempfang Apfeldorf

Mehrzweckhalle und Arzt im Ort die wichtigsten Themen

Apfeldorf – Wer zu spät kommt, wird nicht immer gleich vom Leben bestraft. Sondern wartet halt manchmal ein wenig. So musste sich Alex Dorow – aufgehalten durch den Neuschnee – beim Apfeldorfer Neujahrsempfang gedulden, bis Schuberts „Ave Maria“ (Gesang: Norbert Smolka, Klavier: Thomas Becherer) verklungen war. Der Landtagsabgeordnete (CSU) fand dennoch gleich treffende Worte: Im Lechrain sei man wohl näher am Himmel – daher das Schneegestöber.

Und: „Es gibt viele Neujahrsempfänge. Aber in Apfeldorf geht es nicht um Selbstdarstellung. Hier kommen die Leut’ zusammen.“

Mit seiner Einschätzung stand Dorow sicher nicht alleine da. In seiner neunten Ausgabe erwies sich der Apfeldorfer Neujahrsempfang wieder als sympathisches Stelldichein zwischen Apfeldorfer Bürgern und Honoratioren der Region. Bürgermeister Georg Epple hatte ins Rathaus eingeladen, um allen Gästen ein gesegnetes neues Jahr zu wünschen – aber auch zum Rückblick auf das vergangene Jahr.

Weilheim-Schongaus Landrätin Andrea Jochner-Weiß lobte in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit über die Landkreisgrenze hinweg, etwa beim Breitbandausbau mit Birkland. Sie hob den Einsatz der Ehrenamtlichen, vorneweg die Feuerwehr, hervor: „Ohne sie wären wir eine ganz arme Gesellschaft“.

Auch Bezirksrat Josef Loy (Eresing) verwies auf deren selbstlosen Einsatz: In seiner Nachbargemeinde Schwabhausen war es kürzlich zu einer dramatischen Verpuffung gekommen, bei der sich vier junge Leute schwer verletzten. „Dieser Mut, wie die Wehren da reingehen, ist absolut anerkennenswert“, sagte Loy.

So kämpften nach Jochner-Weiß’ Worten in Polling 43 Feuerwehren erfolgreich gegen das Hochwasser 2016. Auch in Apfeldorf konnten die „Blaulicht-Organisationen“ das Schlimmste bei der Flut verhindern. Epple richtete daher seinen Dank an die Retter, die mitgliederstark und in Uniform erschienen war.

Auch die anderen Ehrenamtlichen, darunter die Jugend, erfuhren Lob vom Bürgermeister: „Bewundernswert, wie sich die jungen Leute in unsere Gemeinschaft einbringen.“ Bei den ganz jungen erwähnte Epple jedoch eine Tendenz, die ihm Sorgen bereitet: die sinkenden Schülerzahlen. Die Vorzüge einer Schule am Ort seien doch einmalig, man solle diese auch erhalten. Sein Appell richte sich daher an die jungen Familien, so der Bürgermeister – mit Schalk im Nacken: „Es liegt nicht an mir, aber ich kann ja nicht alles selbst machen.“

Bei den Themen Mehrzweckhalle und Arzt im Ort wandte sich Epple an die anwesenden Politiker mit der Bitte um Unterstützung. Klar, denn der Umbau der Mehrzweckhalle – derzeit bei einer anvisierten Bausumme von über einer Million Euro – ist den Apfeldorfern ohne öffentliche Förderung nicht zumutbar.

Für den Arzt im Dorf gäbe es bereits einen geeigneten Kandidaten, ebenso das entsprechende Gebäude für eine Praxis. „Aber das entsprechende Papier dazu fehlt noch, da ist die Politik gefragt“, sagte Epple.

Klaus Mergel

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