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Die neue Wehrheimer Apfelblütenkönigin Celine I. mit der Delegation aus dem „echten“ Apfeldorf.

Hessisches trifft bayerisches Apfeldorf

Rauschendes Fest bei Äppelwoi im Bembel

Das hessische Wehrheim wird dank seiner vielen Apfelbäume liebevoll „das Apfeldorf“ genannt. Es hat ein bisschen gedauert, bis die Hessen herausfanden, dass es auch ein wahrhaftiges Apfeldorf gibt. Die Bayern wurden sogleich eingeladen. Pünktlich zum Apfelblütenfest wurde nun in Wehrheim kräftig mit „Äppelwoi“ im „Bemble“ gefeiert.

Apfeldorf/Wehrheim Ein neues Vokabular haben die Apfeldorfer von ihrem erstmaligen Besuch in Wehrheim bei Frankfurt nach Hause gebracht. Der „Äppelwoi“ und der „Bembel“ werden nach dem erlebnisreichen Wochenende im Taunus wohl auch in den Sprachgebrauch der Lechrainer übergehen. Die gut 10 000 Einwohner zählende Gemeinde trägt seit einigen Jahren den Beinamen „das Apfeldorf“. Bürgermeister Gregor Sommer erläuterte dazu, dass die Gemeinde über 1000 Äpfelbäume besitzt und als Naherholungsregion der Frankfurter dies werbewirksam nutzt. Im vergangenen Jahr wurde dann festgestellt, dass es tatsächlich eine Ortschaft mit dem Namen Apfeldorf gibt und umgehend Kontakt aufgenommen. Zum großen Apfelblütenfest waren die Bayern nun erstmals in den Taunus eingeladen.

Mit der Apfeldorfer Trachtenkapelle und einem Autocorso aus Oldtimern zogen die 15 hessischen Hoheiten beim Apfelblütenfest in Wehrheim ein.

Die „echten“ Apfeldorfer machten sich dann auch mit einer Delegation von 45 Personen auf den Weg, darunter die Trachtenkapelle und eine Plattlergruppe. Gegen Mittag kam der Bus in Wehrheim an und nach einer kleinen Stärkung ging es gleich zur Stadtführung. Bürgermeister Gregor Sommer und Ortsvorsteher Stefan Velte ließen es sich nicht nehmen, die Bayern persönlich durch den Altbestand des Ortes mit seinen schönen Fachwerkhäusern, der Stadtmauer aus der Zeit des früheren Stadtrechtes oder neuen „Wehrheimer Mitte“ zu führen. Abends wurde auf dem Gelände des Schwimmbades ein Baum als Symbol für die neue Partnerschaft gepflanzt. Ein wenig befremdlich war für die Oberbayern der Begriff „Landjugend“ für eine Volkstanzgruppe, die gar nicht mehr so jung war. Doch nach einigen Tanzrunden vermischten sich die Gruppen schnell und es wurde bis tief in die Nacht gefeiert.

Als Symbol für die neue Freundschaft pflanzten (v.l.) Ortsvorsteher Stefan Velte, Bürgermeister Gregor Sommer und Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple einen Baum.

Am nächsten Vormittag spielte die Trachtenkapelle zum Frühschoppen des Apfelblütenfestes auf und die Lechrainer staunten nicht schlecht, wie sich das Gelände des Freibades bei dem schönen Wetter mit über 3000 Gästen füllte. Es gab verschiedenste Info-Stände, Kinderbetreuung, Kulinarisches und der Höhepunkt war gegen Mittag die Inthronisation der neuen Wehrheimer Apfelblütenkönigin Celine I. 15 Hoheiten aus ganz Hessen, von der Milch- über die Brunnen- bis hin zur Froschkönigin gaben dem Fest eine besondere Note. Viel beachtet von den Besuchern waren am Nachmittag auch die Darbietungen des bayerischen Apfeldorfs mit der Plattlergruppe und der Trachtenkapelle. Mit zahlreichen Eindrücken und Bekanntschaften stiegen die Apfeldorfer wieder in ihren Bus. Neben dem hessischen Dialekt wird wohl auch der singende Bürgermeister in Erinnerung bleiben, doch das wollte das bayrische Gemeindeoberhaupt Georg Epple nicht nachmachen.

Rosi Geiger

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