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Schauen sich genau an, was in Apfeldorf seit 2004 alles gemacht wurde.

In Sachen Dorferneuerung auf der Zielgeraden

"Apfeldorf kann man herzeigen"

Apfeldorf - In Sachen Dorferneuerung ist die Gemeinde Apfeldorf auf der Zielgeraden. Für Renovierungsarbeiten, Straßen- und Wegebau wurden seit  2004 rund 2,65 Millionen Euro ausgegeben. Die Gemeinde selbst hat 865000 Euro investiert.

Zuletzt hat Stephan Zurzlmeier vom Münchner Amt für Ländliche Entwicklung die Vermessungsarbeiten an Flößer- und Schlossbergstraße, Schelmengraben und am Kirchplatz abgeschlossen. Drei Grundbesitzer waren betroffen, alle waren sie einverstanden. Das Amt für Ländliche Entwicklung hat die notwendigen Grundstücke für die Gemeinde gekauft.

Für die Bezahlung ist danach allerdings die Gemeinde selbst zuständig. Sämtliche Vermessungsergebnisse wurden inzwischen den betroffenen Grundeigentümern vorgelegt. „Die Leute können auch jederzeit bei mir anrufen, sollten sie dazu noch Fragen haben“, sagte Zurzlmeier in der Sitzung der Teilnehmergemeinschaft, die jüngst abgehalten wurde. Als nächstes werden die Vermessungsergebnisse im vorläufigen Flurbereinigungsplan veröffentlicht. Wenn kein Widerspruch eingeht, werden die neuen Flurkarten und das Liegenschaftskataster in den Flurbereinigungsplan eingearbeitet. Danach erst ist die Dorferneuerung abgeschlossen. Dies könnte sich noch bis 2018 hinziehen.

Im Jahr 2004 hat die Teilnehmergemeinschaft Apfeldorf in Sachen Dorferneuerung die Arbeit aufgenommen. Und seither viel fertig gebracht sowie eine Menge Geld dafür ausgegeben. In Apfeldorfs Fluren wurden elf Kilometer Wege gebaut. Kosten 1,25 Millionen Euro. Das Amt für Ländliche Entwicklung hat dafür allein 900 000 Euro übernommen. Immerhin 225 000 Euro musste die Gemeinde für den Wegebau selbst beisteuern.

Im Dorf selbst wurden Flößer- und Schloßbergstraße, der Schelmengraben und der Kirchplatz saniert. Renoviert und saniert wurden der Pfarrhof und das Schwaller-Haus. Die Arbeiten an Straßen, Kirchplatz und Schwaller-Haus haben 1,4 Millionen Euro gekostet. Wovon das Amt für Ländliche Entwicklung nochmals 760 000 Euro übernommen hat. Dennoch sind es 640 000 Euro, die an der Gemeinde hängenblieben.

„Enorm, was die Gemeinde für die Bürger investiert hat“, sagte Brunhilde Mai vom Amt für Ländliche Entwicklung. Die erste Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft fasste ihren Eindruck nach getaner Arbeit so zusammen: „Apfeldorf kann man herzeigen.“

Die Arbeiten im Rahmen der Dorferneuerung sind praktisch abgeschlossen. Bürgermeister Georg Epple indes hätte da trotzdem noch ein paar Gedanken. „Dafür sind Sie bekannt“, schmunzelte Brunhilde Mai und winkte ab. „Sie sind gut bedient worden, jetzt sind andere dran.“ Praktisch als Sahnehäubchen schwebt Epple ein Zuschuss für die Renovierung der Haldenkapelle, ehemals Flößerkapelle vor. Dass daraus nichts wird, machte Brunhilde unmissverständlich klar. Immerhin probiert hat er es.

Walter Kindlmann

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