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An der Baustelle für den Neubau des Gemeindestadels ist der Startschuss gefallen.

Trotz klammer Kasse

Arbeiten am Bernbeurer Stadel haben begonnen

Bernbeuren - Lange war in Bernbeuren diskutiert, noch länger gezögert worden: Kann man sich angesichts der klammen Kassen den Vereinsstadel inklusive Bauhof überhaupt leisten? Man kann.

Zunächst war den Vereinsvertretern seitens der Gemeinde eine weitere Zusage bezüglich finanzieller Beteiligung abverlangt worden. 2500 Euro sollen die vier beteiligten Vereine zuschießen – zuzüglich ehrenamtlicher Leistungen. Nach einer nochmaligen Bedenkzeit für die Gemeinderäte (wir berichteten), stimmten letztlich alle einstimmig für den Neubau. „Es ist eine notwendige Investition; keine, die wir gerne anpacken, aber gemeinsam gibt es jetzt die Chance“, führte Vize-Bürgermeister Markus Socher in der vergangenen Sitzung aus. Gespart werden kann noch an der Ausführung – so entschied man sich etwa für eine sägeraue Verschalung. Auch wird das Dach mit Betonsteinen statt mit Ziegeln gedeckt. Kosten für den Stadel inklusive Zwischenwände und Tore insgesamt rund 110 000 Euro. Die Versicherung zahlte alles in allem etwas mehr als 60 000 Euro aus.

Die einzelnen Gewerke für den Stadelbau wurden in der Gemeinderatssitzung bereits vergeben. Nun können die Ärmel hochgekrempelt werden, die Arbeiten an dem Ersatzbau für den abgebrannten Vereinsstadel samt Erweiterung und Bauhof haben diese Woche begonnen (siehe Bildwanne). Die Verantwortlichen des TSV bedanken sich schon heute bei jenen, die den Verein nach dem Brand unterstützt haben. Denn durch die Versicherung war nur der Sachschaden am Gebäude abgedeckt gewesen, nicht aber sämtliche Einrichtungsgegenstände vom Fußball bis zum Übungstor.

Weit über 100 Privatpersonen haben etwas gespendet, „eine Wahnsinnsleistung“, wie TSV-Vorsitzender Joachim Meier findet. Besonders bedankt sich der TSV bei den umliegenden Vereinen, von denen ebenfalls Geld-, aber auch Sachspenden gekommen sind. Auch Privatpersonen und die ortsansässigen Firmen seien sehr großzügig gewesen. Mit dem Erlös des ersten Bernbeurer Gewerbetages – Getränke-, Kaffee- und Kuchenverkauf sowie Tombola – und den vielen Spenden konnten nun die meisten Sportgeräte wiederbeschafft werden. Insgesamt gingen bis heute rund 14 500 Euro auf das Konto des TSV ein. Dazu kamen noch einige Sachspenden wie Ballwagen und Platzsprenkelanlage. Und auch die Gemeinde und die Bürgerstiftung schießen etwas zu, sodass das für die Pflege des Sportplatzes so wichtige Mähwerk bezahlt werden konnte.

„Was jetzt noch fehlt, ist eine Kehrmaschine, die mehrere tausend Euro kosten wird“, so Meier. Der TSV-Vorsitzende ist derzeit in Verhandlungen mit einer Firma, die eventuell die Kosten übernimmt. Der geschätzte Wertverlust aller Geräte und Gegenstände, die bei dem Brand des Stadels in der Nacht auf den 26. Februar in Rauch und Asche aufgingen, beläuft sich laut Meier auf etwa 40 000 Euro.

Elke Robert

Info: Eine Liste der Spender steht auf der Internetseite des Vereins unter der Adresse www.tsv-bernbeuren.de.

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