Mit Gottes Segen: Realschulleiter Armin Eder aus Steingaden, jüngst zum Diakon geweiht, segnet die neuen Kreuze für die Klassenzimmer in der Geretsrieder Realschule. Foto: sabine Hermsdorf

Armin Eder: Als Schulleiter und Diakon Kreuze gesegnet

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Steingaden/Geretsried - Der Steingadener Armin Eder ist als Schulleiter nach Geretsried gewechselt. Dort hat er jetzt Kreuze für die Klassenzimmer angeschafft und diese als Diakon gesegnet.

Für einen kurzen Moment war es ganz still beim Adventsbasar der Geretsrieder Realschule: In der Pausenhalle, wo sonst geschäftiger Trubel herrscht, hielten Rektor Armin Eder, Schüler und Lehrer ehrfürchtig inne. In einem kurzen Gottesdienst feierten sie die Segnung von 29 Kreuzen aus Ton, die künftig die Wände aller Klassenräume schmücken werden.

Armin Eder, bislang stellvertretender Realschulleiter in Schongau und jüngst zum Diakon geweiht, war es seit seinem Amtsantritt in der Geretsrieder Realschule ein Anliegen, Kreuze für die Klassenzimmer anzuschaffen. „Als ich erstmals hierherkam, ist mir sofort aufgefallen, dass es nur in den Religionsräumen Kreuze gibt“, erklärt Eder. Nicht nur er fand dies schade, wie eine Umfrage an der Schule zeigte. Darin sprachen sich laut Eder jeweils 70 Prozent der Schüler und Eltern für die Anbringung der Symbole aus.

Die anfänglichen Zweifel einiger Kollegen, ob das Aufhängen der Kreuze rechtmäßig ist, entkräftete der Schulleiter mit Verweis auf die Bayerische Verfassung. Darin wird in Artikel 131 als eines der „obersten Bildungsziele“ die Ehrfurcht vor Gott festgehalten. Eder: „Wir haben absichtlich gleichschenklige Kreuze ohne Korpus gewählt. Sie stehen für einen Gott, der alle Religionen bedient.“ Gefertigt wurden die orange-roten, blauen und weißen Unikate in der Region, das Material bezahlte die Schule.

Das Kultusministerium hat die Initiative der Realschule ausdrücklich gelobt. „Der Freistaat erkennt die wertbildende Bedeutung von Religion und Kirche bei aller religiös-weltanschaulichen Neutralität an“, heißt es in einem Schreiben.

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